Forschung enthüllt Mechanismen, die es südafrikanischen Schülern trotz schwacher Vorkenntnisse ermöglichen, aufzusteigen

Eine neue Analyse zeigt, dass mehr als 60 Prozent der südafrikanischen Schüler die Highschool abschließen, obwohl nur 20 Prozent der Viertklässler sinnentnehmend lesen können. Forscher identifizieren neun spezifische Richtlinien und Praktiken, die ein Vorankommen im System ermöglichen.

Ein im November 2025 veröffentlichtes Arbeitspapier von Ursula Hoadley, Gabrielle Wills, Carol Bertram und Servaas van der Berg untersucht, wie das Bildungssystem hohe Teilhabequoten aufrechterhält, während die Lernergebnisse in den unteren Klassen gering bleiben. Die Studie stützt sich auf Lehrerinterviews in den Provinzen Westkap und Ostkap, Daten zu Schülerleistungen aus dem Jahr 2023 sowie offizielle politische Dokumente.

Die Autoren beschreiben neun Mechanismen, die den schulischen Aufstieg bis zum Abschluss unterstützen. Dazu gehören Regeln für den automatischen Fortschritt nach einer Klassenwiederholung pro Stufe, eine starke Gewichtung schulinterner Bewertungen, die von Lehrern oft unterstützt werden, sowie eine weit verbreitete Notenhäufung nahe der 40-Prozent-Bestehensgrenze. Prüfungsunterlagen werden häufig wiederverwendet, die Bewertungskriterien für Englisch sind nachsichtig und die Anforderungen für das Bestehen auf der Sekundarstufe bleiben niedrig.

Lehrer berichten von Druck seitens der Schulbezirke, die Bestehensquoten zu erhöhen, während systematische Fördermaßnahmen vor der 12. Klasse weitgehend fehlen. Das Papier stellt fest, dass nur 37 Prozent einer Kohorte aus der 8. Klasse das Abitur (Matric) ohne Wiederholung erreichen. Die Forscher empfehlen eine klarere politische Kommunikation sowie frühzeitigere zentrale Prüfungen, wie etwa ein allgemeinbildendes Zertifikat nach der 9. Klasse.

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