Das 24. Internationale Schachfestival in Rochefort, Frankreich, zieht 388 Spieler aus 24 Nationen an und übertrifft die Teilnehmerzahl des Vorjahres mit 340. Unter den Steinbögen des Kongresszentrums organisiert, vereint das Event Großmeister und junge Talente in einer familienfreundlichen Atmosphäre. Philippe Giambiasi, Präsident von Echiquier Rochefortais, hebt die wachsende Beteiligung und internationale Vielfalt hervor.
Das Festival, das im Februar 2026 stattfindet, erzeugt eine klösterliche Atmosphäre, die nur durch die Bewegung der Schachfiguren gestört wird. Spieler aus Regionen wie Nouvelle-Aquitaine, Bretagne und Île-de-France bilden den Kern, doch internationale Flaggen aus der Ukraine, Deutschland, China, Malaysia, der Türkei, Sri Lanka und Kanada schmücken die Gänge. „Wir haben 24 Nationalitäten vertreten“, merkt Giambiasi an und äußert Erleichterung über die reibungslose Organisation. „Bisher läuft alles sehr gut.“Zu den prominenten Teilnehmern gehören die ukrainischen Großmeister Yuri Solodovnichenko und Igor Bogdanov. Herausragend ist der 8-jährige kasachische Anfänger Sultan, der im Juniorenturnier Vierte wurde bei seinem ersten Frankreichbesuch. „Er ist zum ersten Mal in Frankreich, das ist beeindruckend“, kommentiert Giambiasi. Das Schweizer System des Turniers hebt Altersbarrieren auf und stellt Senioren über 60 gegen Kinder ab 10 Jahren gegenüber.Jugendliche dominieren die Szene, wobei ein Stammteilnehmer bemerkt: „Die Jungen sind scharf, sie haben keine psychischen Barrieren, sie rechnen schnell.“ Eltern wie Frédéric aus Tresses in der Gironde unterstützen ihre Kinder; er begleitet seinen 10-jährigen Sohn Victor zum dritten Mal und scherzt: „Ich spiele die Rolle des Logistikers.“ Eine Mutter aus Agen bringt ihren 6-jährigen Sohn Adam mit.Die Ligue Nouvelle-Aquitaine nutzt das Event für Leistungs trainierende Sitzungen in den Kategorien U8, U10 und U12 unter Aufsicht von Trainern wie Siméon Pottier. Diese Sitzungen im Rahmen des Regionalen Leistungsplans finden dreimal jährlich in Mont-de-Marsan, Rochefort und Limoges statt, um junge Talente zu fördern.Geschlechterparität ist weiterhin eine Herausforderung, wie Giambiasi anerkennt: „Wir haben viel weniger Frauen.“ Nur neun Frauen treten im Meisterfeld an, insgesamt 28 von knapp 400 Spielern. Strenge Anti-Betrugsregeln gelten, einschließlich sofortigem Verlust bei klingelndem Handy. Dennoch betont das Festival die Geselligkeit nach den Partien und schafft eine einladende Umgebung.