Der südafrikanische Petrochemie-Riese Sasol hat Fortschritte bei einer methanreichen Gas-Übergangslösung in seinen Secunda-Betrieben erzielt, was eine Gaszufuhrkrise von 2028 bis Juni 2030 verzögern könnte. Der Schritt adressiert den Rückgang des Erdgas aus Mosambik und bietet temporäre Erleichterung für gasabhängige Industrien. Er erfordert jedoch regulatorische Genehmigung und ist keine langfristige Lösung.
Angesichts der Bedenken hinsichtlich einer drohenden Gaszufuhrkrise im Jahr 2028 aufgrund abnehmender Produktion aus Mosambik hat Sasol bedeutende Fortschritte bei einer methanreichen Gas (MRG)-Übergangslösung in seinen Secunda-Betrieben angekündigt. Das Unternehmen bestätigte die technische Machbarkeit der Lieferung von MRG an externe Kunden von Juli 2028 bis Juni 2030 und bietet damit einen Puffer von zwei Jahren für südafrikanische Gasnutzer.
„Während die Erdgasproduktion aus Mosambik nachlässt, hat Sasol proaktiv alternative Lösungen erkundet, um die erwartete Versorgungslücke zu überbrücken“, erklärte Sasol. Das Unternehmen ist in Gesprächen mit Kunden, um das Vorschlag zu besprechen, die Infrastrukturkompatibilität zu bewerten und den Volumenbedarf zu bestätigen. Diese Initiative unterliegt der Genehmigung des Antrags auf Maximalgaspreis (MGP) von Sasol Gas durch den National Energy Regulator of South Africa (Nersa).
„Der MGP wird die Kosten für die Beschaffung von MRG von Sasol South Africa, dem Produzenten, widerspiegeln und wird gemäß der Preismethodik von Nersa festgelegt“, erläuterte das Unternehmen. Sasol hat Gespräche mit Nersa aufgenommen, um einen fairen Prozess zu gewährleisten, der die wirtschaftliche Tragfähigkeit für Produzenten und Händler unterstützt.
Gas ist essenziell für die Energiepläne Südafrikas, doch eine erhebliche Lücke zwischen Angebot und Nachfrage schürt die Ängste in der Industrie. Schlüsselbranchen wie Stahl, Gas und Keramik in der Primärfertigung hängen stark davon ab, ebenso wie Haushalte in Vororten von Johannesburg wie Craighall Park, Parktown und Emmarentia. Die potenzielle Gaskrise bedroht Investitionen und Erweiterungen.
„Wir stehen vor einer Gaskrise und das Eingreifen von Sasol ist entscheidend. Es verschafft uns 12 Monate ab heute, um Lösungen zu finden“, sagte Jaco Human, Geschäftsführer der Industrial Gas Users Association of Southern Africa. Während diese Übergangslösung Zeit gewinnt, bleibt eine langfristige Lösung dringend erforderlich, da die Uhr tickt.