Senat lehnt Verfassungsanklage gegen Diego Pardow ab

Der Senat hat die Verfassungsanklage gegen den ehemaligen Energieminister Diego Pardow abgewiesen, trotz breiter Unterstützung für den Vorschlag in der Abgeordnetenkammer. Die Stimmen oppositioneller Senatoren waren entscheidend für die Entscheidung und markieren die achte Niederlage der Opposition in solchen Verfahren gegen die aktuelle Regierung. Pardow, ein Militant der Frente Amplio, rief seinen Sektor dazu auf, die Nutzung dieses politischen Instruments abzubauen.

Der Vorschlag für eine Verfassungsanklage gegen Diego Pardow entstand im Kontext überhöhter Gebühren in den Stromtarifen. Obwohl er in der Abgeordnetenkammer vorankam, wurden im Senat die beiden Kapitel dank der Stimmen mehrerer oppositioneller Senatoren abgelehnt. Dieses Ergebnis stellt das achte Mal dar, dass die Opposition bei einer Verfassungsanklage gegen Minister oder Beamte der aktuellen Regierung scheitert.

Der Senat handelte bedächtig, prüfte den Fall sorgfältig, hörte Meinungen an und stimmte nach Gewissen, ohne vom Wahlklima beeinflusst zu werden. Pardow würdigte diese institutionelle Rolle und reflektierte über den Einsatz von Verfassungsanklagen. Er räumte ein, dass sein eigener Sektor, die Frente Amplio, zu ihrer Instrumentalisierung während der zweiten Präsidentschaft von Sebastián Piñera beigetragen habe, als es zu einer Explosion solcher Verfahren kam, einschließlich zweier gegen den Präsidenten selbst.

Pardow erklärte, dass 'das System der demokratischen Beratung schlechter' geworden sei nach diesen Anklagen, und plädierte für eine 'Deeskalation', indem er seinen Sektor aufforderte, die Initiative zu ergreifen. Er hob die Geste der Opposition in seinem Fall hervor und kritisierte frühere Haltungen der aktuellen Regierungspartei, als sie in der Opposition war. Der Präsident gestand bei Piñeras Beerdigung im Februar vergangenen Jahres ein, dass 'als Opposition... Streit und Vorwürfe manchmal über das hinausgingen, was fair und vernünftig war. Wir haben daraus gelernt, und wir alle sollten das tun'.

Der Abgeordnete Gonzalo Winter räumte kürzlich ein, dass es ein Fehler gewesen sei, eine Verfassungsanklage gegen Piñera einzuleiten. Die Regierungssprecherin forderte den Senat auf, die Anklage gegen Pardow abzulehnen, da die Verantwortung eines Ministers für Angelegenheiten außerhalb seiner Kompetenz die Zukunft von Regierungen beeinträchtigen würde. Diese Reflexionen speisen sich aus der Erfahrung der Übernahme von Regierungsverantwortung und fördern größere institutionelle Sorgfalt sowie Distanz zu extremen Logiken des 'Octubrismo'.

Allerdings haben nicht alle linken Sektoren diese Lehren verinnerlicht, wie an Kampagnenveranstaltungen der Kandidatin Jeannette Jara mit beleidigenden Gesängen gegen die Carabineros zu sehen war. Der Fall hat die Debatte über die ursprüngliche Nutzung von Anklagen als effektive Kontrolle und nicht als politische Prozesse wiederbelebt.

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