Der Fünf-Sterne-Vielseitigkeitsreiter Simon Grieve hat über die Wiederentdeckung seiner Leidenschaft für den Spitzensport nach einem Karriereknick gesprochen. Der 44-jährige Reiter aus Leicestershire erzielte 2025 mit Autograf in Burghley mit dem 18. Platz sein bisher bestes Ergebnis. Nun peilt er in Badminton eine Top-10-Platzierung an, wobei er den Spaß am Sport höher gewichtet als den Sieg.
Simon Grieve, der bereits 19-mal auf Fünf-Sterne-Niveau antrat, glaubte nach seinem letzten Start im Jahr 2021, seine Zeit im Spitzensport sei vorbei. Angesichts wachsender Nervosität und selbst auferlegtem Druck verlagerte er seinen Fokus auf das Springreiten, das Coaching, Medienarbeit und Moderation. 'Ich dachte, ich hätte den Faden verloren', sagte Grieve und merkte an, wie die Anforderungen des professionellen Vielseitigkeitsreitens zeitweise Familie und Freunde in den Schatten gestellt hätten. Eine neue Einstellung, geprägt durch den Verlust enger Freunde, hat ihn stärker zurückkehren lassen, wobei er nun die Freuden des Lebens neben dem Sport, den er seit seinem 16. Lebensjahr liebt, in den Vordergrund stellt. Grieve schreibt frühen Inspirationen, wie dem Vielseitigkeits-Tierarzt Tim Randle auf Legs Eleven und Helen Bell auf Troubleshooter, die Prägung seiner Herangehensweise zu – beständige Leistungen statt reiner Superstar-Attitüden. Sein 18. Platz in Burghley markierte einen Höhepunkt und beflügelt nun seine Ambitionen für Badminton. 'Ich würde in Badminton gerne unter die Top 15, wenn nicht sogar Top 10 kommen – das wäre der Wahnsinn', sagte er. 'Aber solange das Pferd so gut gegangen ist, wie ich es mir erhoffe, hatten wir eine großartige Zeit.' Grieve erinnerte sich an den Rat eines Besitzers während seiner ersten Anstellung bei Debbie und Patrick Edmundson: Besitzer suchen nach erfreulichen Tagen bei Turnieren mit gut gerittenen Pferden, Preise seien nur ein Bonus. Diese Philosophie findet für ihn nach persönlichen Verlusten heute mehr Anklang als je zuvor.