Südafrikas G20-Präsidentschaft erreicht Konsens ohne USA

Erstmals in der Geschichte des G20 haben Nationen Konsens über eine Erklärung der Staats- und Regierungschefs ohne Beteiligung der Vereinigten Staaten unter Südafrikas Präsidentschaft erzielt. Die USA haben sich enthalten, aber die übrigen Mitglieder haben das Dokument einstimmig verabschiedet. Dieses Ereignis hebt die sich wandelnden globalen Dynamiken inmitten von Spannungen mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump hervor.

Südafrika übernahm die G20-Präsidentschaft und führte zu einem Gipfel, bei dem die Vereinigten Staaten sich entschieden, nicht teilzunehmen. Trotzdem hat die Gruppe eine Erklärung der Staats- und Regierungschefs einstimmig finalisiert, ohne Abgänge, Proteste oder Krisen. Wie im Gastbeitrag festgehalten: „Unter Südafrikas Leitung wurde die Erklärung einstimmig und ohne Einwände der Anwesenden verabschiedet.“ Dies markierte einen leisen geopolitischen Meilenstein und zeigte, dass globale Entscheidungsfindung auch ohne Washington voranschreiten kann.

Das Ausbleiben legte Divergenzen in den Wirtschaftsstrategien offen. Die USA drängen auf „Derisking“ gegenüber China, doch andere Mächte wie Europa, Indien, Indonesien, Brasilien und der Globale Süden bevorzugen Integration statt Fragmentierung. Das G20 ohne die USA umfasst eine kombinierten Wirtschaft, die fast dreimal so groß ist, mit einer Bevölkerung von etwa 5,8 Milliarden im Vergleich zu 340 Millionen in den USA.

Die Spannungen eskalierten durch Drohungen des US-Präsidenten im Amtsantritt Donald Trump. Er erklärte, Südafrika nicht zum G20-Gipfel 2026 in Miami einzuladen. Präsident Cyril Ramaphosa bezeichnete Trumps Behauptungen eines „weißen Genozids“ in Südafrika als „einfache Desinformation“. Außenminister Ronald Lamola kritisierte Trump dafür, weiße Vorherrschaftsideologie zu fördern, was Spekulationen auslöste, er könnte von den USA ausgeschlossen werden.

Achtzehn weitere Länder nahmen am südafrikanischen G20 teil und unterzeichneten die Erklärung, was breite Unterstützung signalisiert. Dies positioniert Südafrika in einem Netzwerk von Verbündeten und könnte Druck auf US-Partner wie Deutschland und das Vereinigte Königreich ausüben, Pretoria gegenüber Trumps Isolationismus zu unterstützen. Das Ereignis unterstreicht einen Schritt zur Multipolarität, in der die Welt unabhängig von US-Dominanz agiert.

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