Steinmeier zitiert Oasis bei Staatsbesuch in Großbritannien

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist zu einem Staatsbesuch im Vereinigten Königreich, wo er König Charles III. und Premierminister Keir Starmer trifft, um die bilateralen Beziehungen zu festigen. In einer Rede vor dem britischen Parlament zitierte er den Oasis-Song „Don’t Look Back in Anger“, um einen Blick nach vorn zu symbolisieren. Der Besuch unterstreicht die Verbesserung der deutsch-britischen Beziehungen nach dem Brexit.

Der Staatsbesuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begann am Mittwoch in Schloss Windsor. Dort traf er zusammen mit seiner Frau Elke Büdenbender auf König Charles III. und Königin Camilla. Im Green Drawing Room betrachteten die Paare Ausstellungsstücke mit deutschem Bezug, darunter Werke von Albrecht Dürer, Hans Holbein sowie Ausgaben von Schiller und Goethe. Charles sprach dabei mehrmals auf Deutsch und betonte die historische Verbindung der Royals zu Deutschland.

Am Abend folgte ein Bankett in der St. George’s Hall mit 152 Gästen. Die Tafel wurde für einen großen Weihnachtsbaum verkürzt. Besondere Gäste waren unter anderem Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing, BMW-Vorstand Oliver Zipse, Fußballer Thomas Hitzlsperger, BioNTech-Gründer Uğur Şahin und Autor Durs Grünbein. Der König servierte einen speziellen Cocktail für Steinmeier, inspiriert von Schwarzwälder Kirschtorte, und einen Rotwein aus dem Jahr 1995, dem Hochzeitsjahr des Paares. Charles’ Rede begann auf Deutsch und würdigte die Verdienste seines Urururgroßvaters Albert.

Am Donnerstag traf Steinmeier Premierminister Keir Starmer und hielt eine Rede in der Royal Gallery des Parlaments – eine seltene Ehre, zuletzt 1986 an Richard von Weizsäcker verliehen. Er lobte die britische Demokratie und Debattenkultur: „Wir Deutsche haben von Ihnen gelernt: von Ihrer partnerschaftlichen Liebe zur Freiheit, von Ihrer parlamentarischen Tradition.“ Steinmeier endete mit dem Oasis-Zitat: „Don’t Look Back in Anger“ und der Aufforderung, gemeinsam nach vorn zu blicken, in Anlehnung an die Band-Reunion. Der Besuch knüpft an den Kensington-Vertrag von Juli 2025 an und signalisiert Annäherung nach 27 Jahren ohne solchen Präsidentenbesuch. Später besuchte das Paar das V&A-Museum; als Gastgeschenk überreichte Steinmeier einen Regenschirm.

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