Nach ersten gelben Warnungen nähert sich Sturm Dave an diesem Ostersonntag seinem Höhepunkt, was zur Hochstufung auf orangefarbene Warnstufen in Westschweden und rote Warnungen in Norwegen führte. Starke Winde haben bereits zu umgestürzten Bäumen, Zugausfällen und der Einstellung des Fährverkehrs geführt.
Sturm Dave, der von den Britischen Inseln heranzieht, erreicht am Ostersonntag, den 5. April, seinen Höhepunkt. Dies veranlasste das SMHI dazu, für die Region Göteborg, das nördliche Götaland und das südwestliche Svealand von 12:00 Uhr bis Montagfrüh um 02:00 Uhr eine orangefarbene Warnung herauszugeben. Der norwegische Wetterdienst hat die Warnstufe auf Rot erhöht und prognostiziert für Gebiete wie Brusand nach 13:00 Uhr Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 m/s.
Die Auswirkungen sind bereits spürbar: In Småland stürzten am Samstag Bäume um, was Trafikverket dazu veranlasste, Bahnstrecken wie Nässjö–Landeryd, Nässjö–Vetlanda, Jönköping–Vaggeryd und Kalmar–Linköping bis mindestens Montag zu sperren. Mehrere Zugverbindungen wurden gestrichen, und in Bohuslän sowie Göteborg gelten Geschwindigkeitsbeschränkungen. Stena Line hat für Sonntag und Montag vier Fährverbindungen zwischen Göteborg und Fredrikshamn gestrichen.
Der SMHI-Meteorologe Christopher Greenland rät: „Nehmen Sie die Warnung ernst. Bleiben Sie wenn möglich zu Hause.“ Johan Nilsson Holmqvist von Trafikverket bezeichnet die Lage als „außergewöhnlich“ und mahnt dazu, nicht notwendige Reisen zu vermeiden: „Wir wissen, dass dies erst der Anfang ist.“
Im norwegischen Brusand befestigt der 48-jährige Schwede Mattias Skoglund angesichts der seltenen roten Warnstufe gemeinsam mit seinem Sohn Liam sein Eigentum. Lokale Unternehmen wie der Svingel-Grill schließen ihre Türen. Unterdessen findet das Spiel zwischen Malmö FF und Örgryte im Gamla Ullevi (16:30 Uhr) wie geplant statt, wobei trotz der Sturmböen 4.500 Zuschauer erwartet werden.
Der Versicherer Folksam empfiehlt, lose Gegenstände zu sichern und sich auf mögliche Stromausfälle vorzubereiten.