Der Sturm, der den mittleren Süden Chiles heimsucht, lässt 459.286 Kunden ohne Strom, wobei die Region Valparaíso am stärksten betroffen ist. Es werden drei Todesfälle sowie zahlreiche präventive Evakuierungen aufgrund ansteigender Flüsse und Bäche gemeldet.
Laut dem am Donnerstag um 19:00 Uhr aktualisierten Bericht der Aufsichtsbehörde für Elektrizität und Brennstoffe (Superintendencia de Electricidad y Combustibles) sind in der Region Valparaíso 227.886 Kunden ohne Strom, gefolgt von La Araucanía mit 79.105 und Coquimbo mit 47.162 betroffenen Kunden. Insgesamt verfügen landesweit 94,3 % der Kunden weiterhin über eine normale Stromversorgung.
Der Nationale Dienst für Katastrophenprävention und -hilfe (Senapred) rief in María Pinto aufgrund der Überflutungsgefahr des Mercedes-Kanals und der Aktivierung von Schluchten die rote Alarmstufe aus. Zudem ordnete die Behörde Evakuierungen in Sektoren von Valparaíso, Quilpué und Talagante wegen steigender Pegel an Flüssen und Bächen an und aktivierte das Notfallalarmsystem (SAE).
Drei Menschen kamen in Cerro Navia, Temuco und Negrete ums Leben. Die Opfer starben durch einen Stromschlag, einen Sturz vom Dach sowie durch einen umstürzenden Baum bei Aufräumarbeiten. Der Gouverneur der Metropolregion, Claudio Orrego, sagte: „Wir hatten 90 mm Niederschlag und weitere 50 mm stehen noch bevor.“