Ein Frontalsystem brachte am Mittwoch ungleichmäßige Regenfälle in die Region Santiago, wobei die Niederschlagsmengen zwischen unter 1 mm und über 23 mm variierten. Zudem kam es zu Stromausfällen, von denen fast 47.000 Kunden betroffen waren.
Der Regen setzte am Mittwochmittag in der Hauptstadt ein und nahm am Nachmittag an Intensität zu. Wetterstationen wie Tobalaba verzeichneten 18 mm, während in Quinta Normal lediglich 0,9 mm gemessen wurden. In Melipilla fielen 23,1 mm und in Valparaíso akkumulierten sich 22,2 mm.
Die Behörden aktivierten präventive Maßnahmen. Gouverneur Claudio Orrego warnte vor der Gefahr von Erdrutschen aufgrund der Nullgradgrenze bei 2.500 Metern. Die Superintendenz für Elektrizität und Brennstoffe meldete einen Höchststand von 47.078 Kunden ohne Strom, eine Zahl, die bis zum Nachmittag auf etwa 34.000 sank. Unternehmen wie Enel und CGE verstärkten ihre Einsatzteams.
Im Süden waren die Auswirkungen in San Juan de la Costa am stärksten: Sechs Häuser wurden beschädigt, Flüsse traten über die Ufer und acht Schüler mussten in einer Schule untergebracht werden. Die Metrozüge verkehrten auf fünf Linien mit reduzierter Geschwindigkeit und der Pass Los Libertadores wurde gesperrt.