Mehrere Leser der Dagens Nyheter äußern Zorn darüber, dass Parlamentspräsident Andreas Norlén seine Frau Helena auf offizielle Reisen auf Kosten der Steuerzahler mitnimmt. Die Kritik erscheint in Briefen, die am 21. November 2025 veröffentlicht wurden. Norlén hat zuvor seine Vorliebe für Tomaten und seine Frau in öffentlichen Kontexten erwähnt.
Parlamentspräsident Andreas Norlén hat bei Lesern der Dagens Nyheter starke Reaktionen ausgelöst mit seiner Gewohnheit, seine Frau Helena auf offizielle Reisen mitzunehmen. In einem Brief beschreibt Olov Törnqvist, wie Norlén kaum eine Landkreisgrenze überschreiten kann, ohne seine Frau an seiner Seite. „Dann kann ich mehr ich selbst sein, sagt der Präsident zufrieden“, wird Norlén zitiert, doch was die Empfänger von diesem Privileg halten, ist unklar.
Nahide Hermansson aus Skellefteå beschreibt es als Sturm der Empörung unter dem schwedischen Volk. Sie vergleicht es mit dem Königspaar, das ebenfalls auf Steuergelder reist, und fragt nach dem Unterschied jenseits der Tatsache, dass einer gewählt und der andere die Rolle geerbt hat. J Peter Larsson aus Täby schlägt sarkastisch vor, dass wenn hohe Beamte Ehefrauen oder Tanten mitnehmen dürfen, 13-Jährige in neuen Jugendstrafanstalten ihre Mütter mitbringen sollten.
Der Hintergrund der Kritik hängt mit Norléns Interesse an Tomaten zusammen, das in seinem Buch „Tomatdagboken“ dokumentiert ist. Ein verwandter DN-Artikel erwähnt Kritik an einem Instagram-Post, der als „ein einziges Tomaten-Chaos“ beschrieben wird. Als Zweiter nach dem Staatsoberhaupt wird vom Präsidenten erwartet, öffentliche Gelder sorgfältig zu handhaben, meinen die Leser. Die Debatte beleuchtet breitere Fragen der Transparenz bei öffentlichen Ausgaben.
Andere Briefe berühren verwandte Themen wie Reisen von Politikern, fokussieren aber auf Norléns Fall als Beispiel für Missbrauch von Steuergeldern.