Thabo Mbeki fordert dringende Intervention bei Südafrikas Krisen

Der ehemalige Präsident Thabo Mbeki hat zu einer dringenden Intervention aufgerufen, um die vielfältigen Krisen Südafrikas anzugehen, mehr als 30 Jahre nach dem Beginn der Demokratie. In einer Rede an der Nelson Mandela University in Gqeberha forderte er Intellektuelle und Universitäten auf, die Führung bei der Suche nach praktischen Lösungen zu übernehmen. Die Ansprache leitete den Nationalen Dialog im Hochschulbereich der Eastern Cape ein.

Beim Launch des Nationalen Dialogs im Hochschulbereich der Eastern Cape sprach der ehemalige Präsident Thabo Mbeki zu Akademikern, Studenten und Politikern an der Nelson Mandela University in Gqeberha. Die Veranstaltung mit dem Thema „Making Sense of the National Dialogue – A People in Conversation“ zielte darauf ab, zu untersuchen, wie der Hochschulsektor zur Wiederaufbau des Landes beitragen kann.

Mbeki hob den bedrohlichen Zustand der Nation hervor und sagte: „Wenn Sie Südafrika im Alter von dreißig Jahren betrachten, befindet sich die Wirtschaft in der Krise, die Politik in der Krise, die Kriminalität und Korruption in der Krise, sogar unsere Beziehungen zum Rest des Kontinents sind in der Krise, es gibt nichts in Südafrika im Alter von dreißig, das nicht Krise sagt.“ Er kritisierte Wahlmanifeste dafür, dass sie keine Lösungen für Herausforderungen wie Korruption und Arbeitslosigkeit bieten, und betonte die Notwendigkeit, über bloße Wunschlisten hinauszugehen.

Er rief Südafrikas Intellektuelle, Universitäten und zivilgesellschaftliche Führer auf, die Führung zu übernehmen. „Es ist der Beginn eines anderen Prozesses, nicht nur um den Zustand der Dinge zu besprechen, sondern um die Frage zu besprechen: Was tut unser Intellekt Praktisches, um die Frage aller verschiedenen Krisen zu beantworten, die unser Land plagen, weil es diese Verantwortung hat, da dies die einzige Gruppe von Menschen im Land ist, die legitim sagen kann, wir sind die Gedankenführer, Politiker sind keine Gedankenführer“, sagte Mbeki.

Die Initiative, unterstützt vom Strategic Dialogue Group und der Thabo Mbeki Foundation, lädt alle vier Universitäten der Eastern Cape und TVET-Colleges ein. Dr. Percy Mahlathi, Vorsitzender des Strategic Dialogue Group, bemerkte: „Das Thema für heute ist, das Eastern Cape, das wir wollen, neu zu denken und mitzugestalten als Beitrag zur nationalen Vision eines neuen Südafrikas.“ Prof. Sibongile Muthwa, Vizekanzlerin der Nelson Mandela University, fügte hinzu: „Es wäre eine Tragödie, den Hochschulsektor nicht in diese Dialoge einzubeziehen, weil unser Land in der Krise ist, und es liegt an uns, unsere Köpfe zusammenzustecken und mit einer Lösung herauszukommen.“

Dieses Ereignis markiert den Start eines anhaltenden Programms, um Stimmen aus dem Hochschulsektor landesweit zu sammeln.

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