Drei Monate Stille nach Bestechungsversuch an Journalistin

Drei Monate nachdem Daily Maverick einen Bestechungsversuch an seinen Journalisten durch Beamte des Independent Development Trust aufgedeckt hat, gab es keine Verhaftungen. Der Vorfall umfasste ein Angebot von 60.000 Rand in bar, um eine Korruptionsuntersuchung fallen zu lassen. Die Behörden versprachen Maßnahmen, doch das Schweigen hält an inmitten breiterer Bedenken hinsichtlich Korruption in Südafrika.

Im August zeichnete der investigative Journalist von Daily Maverick, Pieter-Louis Myburgh, ein Treffen auf, bei dem der suspendierte CEO des Independent Development Trust (IDT), Tebogo Malaka, und die Sprecherin Phasha Makgolane ihm 60.000 Rand in bar und Versprechen lukrativer Aufträge anboten. Das Bestechungsgeld sollte eine Geschichte über Malakas Immobilienentwicklung und die Misswirtschaft eines IDT-Programms für erweiterte öffentliche Arbeiten (EPWP) unterdrücken, bei dem Arbeiter angeblich ausgebeutet wurden.

Myburgh lehnte das Angebot ab, dokumentierte den Austausch und übergab die Beweise. Zwei Tage nach der Veröffentlichung des Artikels erstattete Daily Maverick Strafanzeige. Der Minister für öffentliche Arbeiten und Infrastruktur, Dean Macpherson, legte ebenfalls Anzeige in Kapstadt.

Trotz dieser Schritte gibt es drei Monate später keine Verhaftungen, keine disziplinarischen Ergebnisse und keine Updates. Malaka bleibt mit vollem Gehalt suspendiert aufgrund separater Vorwürfe der Korruption und Misswirtschaft bei einem 836-Millionen-Rand-Auftrag für eine Sauerstoffanlage. Makgolane scheint weiterhin auf der öffentlichen Gehaltsliste zu stehen.

Der IDT-Vorstand verpflichtete sich zu einer internen Überprüfung, der Minister zu Rechenschaftspflicht und der südafrikanische Polizeidienst (SAPS) zu einer Untersuchung. Allerdings spielt sich dieser Fall vor dem Hintergrund einer parlamentarischen Untersuchung des SAPS zu eigenen Korruptionsproblemen ab, einschließlich Bestechung und Beschaffungsbetrug.

Der Artikel zieht Parallelen zur Zondo-Kommission zur Staatsaneignung, die weit verbreitete Korruption aufdeckte, aber zu wenigen Anklagen oder Verurteilungen führte. International führten Aufdeckungen in der Ukraine, Russland und Namibia zu schnellen Verhaftungen und Rücktritten, im Kontrast zum südafrikanischen Muster von Untersuchungen ohne Konsequenzen.

Diese Untätigkeit, argumentiert der Beitrag, untergräbt das öffentliche Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit und normalisiert Straffreiheit in öffentlichen Institutionen.

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