Die staatliche Stammeswohlfahrtsbehörde in Indien arbeitet mit der FIDE-Bildungskommission zusammen, um Schach als Bildungsinstrument in Schulen in benachteiligten Stammesgebieten einzuführen. Dieses Initiative zielt darauf ab, Lebensfähigkeiten und kognitive Fähigkeiten bei Schülern durch ein strukturiertes Programm zu entwickeln. Der Aufwand beginnt mit Lehrerfortbildung und integriert Schach in reguläre Klassenzimmeraktivitäten.
Die Stammeswohlfahrtsbehörde plant den Start eines schachbasierten Bildungsprogramms in ihren Schulen, das sich auf bildungsbenachteiligte Stammesgebiete konzentriert. Die Initiative, die in Partnerschaft mit der FIDE-Bildungskommission — dem Bildungsarm des Weltschachbunds — entwickelt wurde, betrachtet Schach als mehr als ein Spiel und bewirbt es als Mittel zur Verbesserung breiterer Lernziele. Die mehrphasige Struktur des Programms beginnt mit umfassender Lehrerfortbildung und schreitet zu voller Integration ins Klassenzimmer voran. Lehrer erhalten Kapazitätsaufbau-Module zu pädagogischen Strategien, digitalen Tools und aktivitätbasierten Methoden. Ein Highlight ist „Menschliches Schach“, eine interaktive Technik, bei der Schüler Schachfiguren verkörpern, um Konzepte durch Bewegung, Diskussion und Rollenspiele zu erkunden. Im Gegensatz zu typischen außerschulischen Clubs integriert dieser Ansatz Schach direkt in den täglichen Unterricht und bietet eine nachhaltige und kostengünstige Methode, um akademisches Engagement und 21.-Jahrhundert-Fähigkeiten zu fördern. „Die Idee ist, Schach als Werkzeug zu nutzen, um Kinder aus marginalisierten Gemeinschaften zu stärken, Gleichheit in Lernmöglichkeiten zu fördern und die Gesamtbildungsergebnisse zu verbessern“, erklärte G Lakshmi Priya, Sekretärin des Adi Dravidar und Stammeswohlfahrtsministeriums. Sie sprach während des Kurses „Schach in der Bildung: Vorbereitung der Lehrer“ in Chennai, an dem 41 Lehrer aus Stammeswohlfahrtsschulen teilnahmen. Priya wies darauf hin, dass das Programm Tausenden von Kindern in abgelegenen Gebieten mit innovativen Bildungsressourcen nutzen könnte. FIDE-EDU-Sekretärin Rita Atkins passte den FIDE-Schach-in-der-Bildung-Lehrplan für indische Klassenzimmer an und nahm an der Chennai-Fortbildung teil. Trainer zitierten Studien, die Verbesserungen in Mathematikkompetenz, Denkfähigkeit und exekutiven Funktionen durch integrierte Schachprogramme zeigen. Die Umsetzung umfasst phasierte Online- und Vor-Ort-Fortbildungen, Unterstützungsmaterialien und laufende Überwachung sowie Erkundungen hybrider Modelle, die Unterricht und digitale Plattformen kombinieren.