Zwei Männer starben am Montagabend nach einer Schießerei im Zentrum von Santiago, nahe dem Viertel Meiggs. Die Angreifer feuerten aus einem anderen Fahrzeug und verfolgten ein Opfer, das zu fliehen versuchte. Die Behörden untersuchen, bisher keine Festnahmen.
Der Vorfall ereignete sich gegen 22 Uhr in einer Seitenstraße des Tunnels der Avenida Blanco Encalada, auf Höhe von Exposición, nahe dem südlichen Bereich des Viertels Meiggs. Die Opfer waren Fahrer und Beifahrer eines dort stehenden Fahrzeugs. Laut vorläufiger Rekonstruktion eröffneten Unbekannte aus einem anderen Auto das Feuer und ließen den Beifahrer vor Ort tot zurück.
Der Fahrer versuchte zu Fuß zu entkommen, wurde aber von den Angreifern verfolgt, die ihn einholten und in der Nähe der Straßen Claudio Gay und Conferencia töteten. Die Carabineros sperrten beide Tatorte ab, während das Team für organisierte Kriminalität und Tötungsdelikte (ECOH) der Staatsanwaltschaft zusammen mit dem OS-9-Abteilung und dem Kriminaltechnischen Labor die Ermittlungen einleitete.
Staatsanwältin Paola Salcedo beschrieb den Ablauf basierend auf Kamerauufnahmen: «Zwei Fahrzeuge kommen an diesen Ort. Das erste Opfer steigt aus, steigt in das zweite Fahrzeug ein und wird dann von einem Täter getroffen, der ballistische Einschläge in seinen Körper verursacht». Sie fügte hinzu: «Der Fahrer flieht vom Ort und wird in einer nahegelegenen Straße eingeholt, wo er ebenfalls durch ballistische Einschläge getötet wird (...) alles deutet darauf hin, dass der Fahrer lebend und unverletzt flieht und von den Tätern in den angrenzenden Straßen erreicht wird».
Zwischen 10 und 15 ballistische Spuren wurden an den Tatorten gesichert. Salcedo nannte keine möglichen Motive, und bisher gibt es keine Festnahmen oder offengelegten Opferidentitäten. Die Untersuchung läuft weiter, um die Details des Vorfalls zu klären.