Tyra Banks hat am Samstag wegen der Dokumentarserie Reality Check: Inside America's Next Top Model Verleumdungsklage gegen Netflix eingereicht. Die Klage behauptet, die Serie habe durch den selektiven Schnitt ihres Interviews eine falsche Darstellung ihrer Person erzeugt.
Banks, die Schöpferin und Moderatorin von America's Next Top Model, macht geltend, dass die Produzenten lediglich 16 Minuten ihres dreieinhalb-stündigen Interviews verwendet haben. Das Material wurde so zusammengeschnitten, dass der Eindruck entstand, sie habe wissentlich zugelassen, dass eine Teilnehmerin sexuell missbraucht wurde, und könne sich nicht an den Vorfall erinnern.
Die Klage, die bei einem Bundesgericht in Kalifornien eingereicht wurde, richtet sich gegen Netflix, die Co-Regisseure Mor Loushy und Daniel Sivan sowie verbundene Unternehmen. Sie wirft ihnen eine Darstellung in falschem Licht, konkludente Verleumdung, Vertragsbruch sowie falsche Empfehlung vor.
Banks gibt an, sie habe vorher nicht gewusst, dass die Teilnehmerin Shandi Sullivan ihre Erfahrung in der Serie als sexuellen Missbrauch beschreiben würde. Sie behauptet, das vollständige Interview zeige, wie sie bestätigt, sich an die Geschichte zu erinnern, doch dieser Teil sei entfernt worden.
Die Klage fordert Schadensersatz wegen Rufschädigung, entgangener Geschäftsmöglichkeiten und seelischer Belastung. Netflix lehnte eine Stellungnahme zu der Angelegenheit ab.