Eine neue Netflix-Docuserie, 'Reality Check: Inside America’s Next Top Model', startet am 16. Februar und beleuchtet die Entstehung und Kontroversen der langjährigen Reality-Show von Tyra Banks. Die Dreiteiler enthält Interviews mit ehemaligen Teilnehmern, Juroren und Banks selbst und enthüllt Vorfälle wie eine sexuelle Übergriffigkeit vor der Kamera, problematische Shootings und den kürzlichen Schlaganfall von Miss J. Sie hebt den Einfluss der Show auf die Teilnehmer und ihre Entwicklung über 24 Staffeln hervor.
'America’s Next Top Model', erschaffen vom Supermodel Tyra Banks, startete im Mai 2003 auf UPN und umfasste 24 Staffeln auf drei Sendern. Wie in der Netflix-Docuserie von Mor Loushy und Daniel Sivan detailliert, wollte Banks den Wettbewerb von 'American Idol' mit dem Gemeinschaftsstil von 'The Real World' in der Modewelt verbinden. Trotz anfänglicher Ablehnungen durch die Sender wurde sie ein Hit, führte Begriffe wie 'smize' ein und startete Karrieren von Kandidatinnen wie Winnie Harlow, Yaya DaCosta, Eva Marcille, Nyle DiMarco und Molly O’Connell. Die Serie thematisiert frühe Herausforderungen, darunter die Low-Budget-Produktion der Staffel 1 in einem New Yorker Hotel und den Widerstand des Senders gegen Diversität im Cast. Executive Producer Ken Mok berichtet von einem hitzigen Streit zwischen Banks und CBS-Chef Leslie Moonves wegen einer lateinamerikanischen Kandidatin, der die Show fast scheitern ließ. Staffel-1-Teilnehmerin Ebony Haith beschreibt, wie Banks sie vor der Kamera als queer outete und fragte: 'We know you’re a lesbian. How do you feel about expressing that on national television?' Haith wurde auch für ihr Makeover kritisiert und als 'alt', 'aggressiv' und 'schwierig' bezeichnet. Eine große Enthüllung betrifft die Erfahrung der Cycle-2-Kandidatin Shandi Sullivan in Mailand, wo sie zwei Flaschen Wein ohne Essen trank und blackout Sex hatte, der von der Produktion gefilmt wurde. Sullivan erinnert sich, verzweifelt aufzuwachen und es ihrem Freund Eric zu beichten, der sie hart als 'stupid bitch' beschimpfte. Der Vorfall wurde als Untreue dargestellt, mit Banks, die Beziehungsrisiken vor der Kamera diskutierte. Sullivan kritisierte Banks später dafür, die Aufnahmen in ihrer Talkshow trotz Einwänden zu zeigen, und sagte: 'Her behavior doesn’t change.' Andere Abschnitte behandeln missglückte Shootings, wie Race-Swapping in Cycles 4 und 13 mit Blackface, das Jay Manuel unangenehm fand, und das Crime-Scene-Thema in Cycle 8, das Dionne Walters belastete, deren Mutter erschossen worden war. Die Docuserie untersucht Fat-Shaming, wie Kommentare zu Giselle Sampsons Körper und Keenyah Hills Darstellung als Völlerei und Elefant. Sie beleuchtet auch Banks' Ausbruch bei Tiffany Richardson in Staffel 4, wo sie schrie: 'We were all rooting for you!' – ein Vorfall, den Manuel als noch intensiver off-camera beschreibt. Gewinnerin Danielle Evans teilt ihre post-Siegeskämpfe, fühlte sich 'den Wölfen zum Fraß vorgeworfen' in New York trotz Ford-Models-Vertrag, wegen des Branchenstigmas gegen 'ANTM'-Alumni. Die Entlassungen von Juroren Miss J, Jay Manuel und Nigel Barker 2012, angeordnet vom CW-Chef Mark Pedowitz bei sinkenden Quoten, ließen sie verraten fühlen; Miss J nannte sich 'the spine of the show'. Die rührendste Offenbarung ist Miss J's Schlaganfall am 27. Dezember 2022, der ihn fünf Wochen ins Koma versetzte, unfähig zu gehen oder sprechen. Nun im Rollstuhl, aber erholend, trifft er sich emotional mit Manuel und Barker und sagt: 'I taught models how to walk. And now I can’t walk... Not yet.' Banks, lebend in Australien, deutet Pläne für Cycle 25 an: 'You have no idea what we have planned.'