Ubisoft hat bestätigt, dass seine Transaktion über 1,16 Milliarden Euro mit Tencent weiterhin auf Kurs ist und in den kommenden Tagen abgeschlossen werden soll. Das Geschäft umfasst den Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der neuen Tochtergesellschaft des Unternehmens, Vantage Studios, die große Franchises wie Assassin's Creed, Far Cry und Rainbow Six Siege beherbergt. Diese Ankündigung folgt auf eine Verzögerung im jüngsten Finanzbericht von Ubisoft, die Spekulationen auslöste, aber auf Prüfungsprobleme zurückgeführt wurde.
Hintergrund zum Deal
Vantage Studios, das Ubisoft im Oktober vorgestellt hat, dient als dediziertes Zentrum für die Flaggschiff-Titel des Publishers. Das Studio wird von den Co-CEOs Charlie Guillemot, Sohn des Ubisoft-CEOs Yves Guillemot, und Christophe Derennes geleitet. Die Investition soll die finanzielle Position von Ubisoft stärken und das Wachstum dieser Schlüssel-IPs unterstützen.
Bestätigung und Kontext
Die Bestätigung erfolgte im neuesten Quartalsbericht von Ubisoft und bezieht sich auf Bedenken hinsichtlich einer überraschenden Verzögerung bei den Finanzberichten der Vorwoche sowie einem temporären Handelsstopp der Aktie. Ubisoft erklärte, die Verzögerung sei auf Herausforderungen mit neuen Prüfern und Einnahmeberichterstattungsverfahren zurückzuführen, was Gerüchte über eine mögliche vollständige Übernahme durch Tencent ausräumte.
Yves Guillemot bezeichnete die Partnerschaft als "maßgeblichen Meilenstein in der Transformation von Ubisoft, der unsere finanzielle Position erheblich stärkt, indem er 1,16 Milliarden Euro Bargeld einbringt und dem Konzern ermöglicht, wie geplant zu enthebeln". Er fügte hinzu, dass sie "Vantage Studios ermächtigen wird, das Wachstum unserer drei Flaggschiff-IPs unter einem dedizierten Führungsteam zu beschleunigen".
Zukunftspläne
Ausblickend plant Ubisoft, im Januar sein neues Betriebsmodell vorzustellen, das auf Creative Houses zentriert ist. Vantage Studios wird das erste Haus sein und betont Prinzipien wie Autonomie, Fokussierung und Spielerzentrierung, um diese Franchises zu jährlichen Milliarden-Euro-Ökosystemen zu entwickeln.