Die UEFA hat FIFA-Präsident Gianni Infantino dafür kritisiert, dass er Pläne für den Verkauf von Minderheitsanteilen an einer neuen Gesellschaft, die die Weltmeisterschaft und andere Turniere verwaltet, an Privatinvestoren prüft.
Der europäische Dachverband veröffentlichte am Dienstag eine Stellungnahme, in der er Infantino vorwarf, eine Grenze überschritten zu haben, die die Führungsinstitutionen des Fußballs niemals überschreiten dürften. Es hieß, die Seele und die Führung des Fußballs seien keine Vermögenswerte, mit denen man handeln dürfe, und forderte nationale Verbände, Ligen, Vereine und Fans auf, die Angelegenheit ernst zu nehmen. Die FIFA bestätigte, dass sie die Gründung von FIFA Forward Enterprise zur Verwaltung kommerzieller Rechte und des Turnierbetriebs erwäge. Der Plan sieht vor, dass die FIFA die Mehrheitskontrolle behält und gleichzeitig Minderheitsinvestitionen in Höhe von etwa 20 bis 30 Prozent von Dritten zulässt. Es wird erwartet, dass Thrive Eternal die Investorengruppe anführt, wobei J.P. Morgan als Berater engagiert wurde. Die Vorschläge beinhalten, den Mitgliedsverbänden Anteile zu gewähren, die sie behalten oder verkaufen könnten. Infantino, der bis 2031 Präsident bleiben soll, könnte später als Commissioner der neuen Einheit fungieren, mit einem potenziellen Gehalt von rund 64 Millionen Dollar pro Jahr. Die UEFA verwies zudem auf frühere Spannungen, darunter Infantinos Umgang mit einer Spielersperre vor der Weltmeisterschaft 2026. Die FIFA erklärte, dass jegliche Änderungen die Zustimmung der Mitgliedsverbände und des FIFA-Rats erfordern würden.