Die COP30-Organisation hat eine E-Mail an die Teilnehmer verschickt und sie gebeten, in Belém kein Toilettenpapier in die Toiletten zu werfen. Die Maßnahme soll Verstopfungen verhindern, eine Praxis, die in europäischen Ländern üblich ist, aber in Brasilien problematisch. Die Mitteilung kommt inmitten von Bedenken hinsichtlich der Hygiene während der Veranstaltung.
Die UN-Klimakonferenz, COP30, beginnt am Montag, den 10. November, in Belém, Pará. Um potenzielle Probleme vorwegzunehmen, hat die Organisation eine E-Mail-Benachrichtigung an die Teilnehmer versendet, die auf Vorsicht in den Sanitäranlagen hinweist. Die Notiz lautet: „Wir erinnern alle Teilnehmer höflich daran, kein Toilettenpapier oder Hygieneprodukte in die Toiletten am COP30-Standort oder anderswo in Belém zu werfen. Bitte verwenden Sie die bereitgestellten Behälter zur Entsorgung. Ihre Kooperation hilft, die Einrichtungen sauber und funktionsfähig für den Komfort aller zu halten. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis.“
Diese Anweisung hebt kulturelle Unterschiede hervor: In vielen europäischen Ländern ist es üblich, Toilettenpapier direkt nach der Verwendung zu spülen. In Brasilien führt diese Praxis jedoch oft zu Verstopfungen in den Rohrleitungen, insbesondere in älteren Infrastrukturen. Während der zwei Tage des Leaders-Gipfels am 6. und 7. November gab es Berichte über Hygienemängel in der blauen Zone, dem Bereich für Reden und Verhandlungen der Behörden. Zu verschiedenen Zeiten fehlte Wasser in Waschbecken, Spülungen und Urinalen, was die sanitären Bedingungen verschlechterte.
Mit der Ankunft von Tausenden von Ausländern in Belém für die COP30, die bis zum 21. November läuft, besteht die Gefahr einer „Epidemie“ verstopfter Toiletten in der Stadt. Die Maßnahme der UN zielt darauf ab, Störungen zu verhindern und den Fokus auf die Klimadiskussionen zu halten, bei einem Ereignis, das Weltführer zusammenbringt, um Maßnahmen gegen den Klimawandel zu debattieren.