In Köln mussten am Abend rund 6000 Menschen wegen der Entschärfung zweier Weltkriegsbomben evakuiert werden. Eine wichtige Bahnstrecke wurde gesperrt, was Fern-, Regional- und Güterzüge betrifft. Die meisten Züge werden umgeleitet, mit leichten Verspätungen.
Die Blindgänger, englische Zehn-Zentner-Bomben mit Aufschlagzünder, wurden bei Sondierungsarbeiten in Köln-Gremberg gefunden. Der Sicherheitsbereich umfasst 500 Meter rund um die Fundstelle. Gegen 23:45 Uhr erteilte die Stadt Köln die Freigabe zur Entschärfung.
Betroffen ist die Strecke zwischen Köln Airport/Businesspark und Köln-Porz für S-Bahnen sowie Fern-, Regional- und Güterverkehr. Züge von Köln-Deutz rechtsrheinisch Richtung Bonn und Frankfurt/Main können nicht fahren. Die Linien S 12, RE 9 und alle Fernverkehrszüge werden über den Flughafen Köln/Bonn umgeleitet.
«Es kommt zu geringfügigen Verspätungen von rund zehn Minuten», erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Die Linien RE 6 und RE 8 beginnen oder enden in Köln Messe/Deutz und fallen zwischen Köln Messe/Deutz und Troisdorf aus. «Reisende können alternativ die weiterhin verkehrenden S 12 und RE 9 nutzen sowie die RB 27, die von der Sperrung nicht betroffen ist», so der Bahnsprecher.
Diese Maßnahmen sorgen für Beeinträchtigungen im regionalen und überregionalen Verkehr, während die Entschärfung sicher abläuft.