Afrikanische Städte arbeiten unter ihrem wirtschaftlichen Potenzial, wobei sechs Zielstädte mit unter 40 Prozent Kapazität laufen, gemäß einer von der EKA geführten Initiative. Die Stärkung der Gemeindefinanzen ist entscheidend, um Wasser-, Sanitär- und Abfallservices zu verbessern und SDG 11 voranzutreiben. Piloten in Addis Abeba, Kigali und Lusaka zeigen innovative Lösungen, um Service-Lücken zu schließen.
Eine Kapazitätsentwicklungsinitiative unter Leitung der Wirtschaftskommission für Afrika (ECA), in Partnerschaft mit UN-Habitat und UNCDF, zeigt, dass afrikanische Städte weit von der Realisierung ihres Wachstumspotenzials entfernt sind. Bewertungen von sechs Städten ergeben, dass sie unter 40 Prozent ihrer wirtschaftlichen Kapazität arbeiten, was den dringenden Bedarf an robusten Gemeindefinanzen zur Bereitstellung essenzieller städtischer Dienstleistungen unterstreicht.
Die Serviceabdeckung variiert erheblich in diesen Städten und unterstreicht, dass effektive Finanzierung nicht nur ein fiskalisches Werkzeug, sondern eine Kernentwicklungsstrategie ist. Globale Herausforderungen wie steigende öffentliche Schulden, Klimarisiken und rückläufige offizielle Entwicklungshilfe belasten städtische Ressourcen. Dennoch könnte die Nutzung lokalen wirtschaftlichen Potenzials erhebliche inländische Einnahmen für Infrastruktur und klimafeste Projekte freisetzen.
Lokale Regierungen weltweit setzen bis zu 65 Prozent der SDG-Ziele um, eine Zahl, die in Afrika bei rascher Urbanisierung wahrscheinlich höher liegt. Internationale Verpflichtungen wie die Addis-Abeba-Action-Agenda und der Sevilla-Verpflichtung betonen die Mobilisierung heimischer Ressourcen, Kapazitätsaufbau und innovative Finanzierungen wie Blended Finance und kommunale Entwicklungsfonds.
Schlüsselziele umfassen die Modernisierung digitaler Systeme zur Einnahmeenerhebung für mehr Transparenz, die Gewährung fiskalischer Autonomie zur Reduzierung der Abhängigkeit von Zentraltransfers und die Förderung öffentlich-privater Partnerschaften für resiliente Infrastruktur. Zielstädte testen Lösungen: Die Reppie Waste to Energy Plant in Addis Abeba wandelt Abfall in Strom durch öffentlich-private Zusammenarbeit um; mobile Abrechnung integriert Wasser- und Abfallgebühren für bessere Erhebung; und Bemühungen in Kigali und Lusaka beinhalten private Betreiber zur Erweiterung der Abdeckung.
Hindernisse bestehen fort, von schwacher fiskalischer Dezentralisierung und veralteten Grundbüchern bis zu niedrigen Tarifen und begrenzten digitalen Tools. Empfehlungen reichen von globalen Finanzreformen über nationale Dezentralisierung mit vorhersehbaren Transfers, kommunale digitale Upgrades bis hin zu innovativen Tools wie Gemeindebonds. Erfolgreiche Piloten, wie die Verknüpfung von Gebühren in Addis Abeba und Outsourcing in Kigali, haben Effizienz und Einnahmen gesteigert und den Weg für inklusives städtisches Wachstum geebnet.