Aufbauend auf jüngsten Schüben in Europa und den USA hat die Weltgesundheitsorganisation eine formelle Warnung für die Grippesaison 2025-2026 ausgegeben aufgrund der raschen globalen Ausbreitung des Influenza-A(H3N2)-Unterklade K (J.2.4.1) seit August 2025. Obwohl nicht schwerwiegender, fordert ihr Vormarsch Vorbereitungen im Nordhalbkugel und Wachsamkeit im Südhalbkugel, einschließlich Brasilien.
Die Warnung der WHO hebt genetische Veränderungen der Unterklade K hervor, die die Übertragbarkeit verbessern, die nun in der globalen Sequenzierung prominent sind und frühe Grippeaktivität in Europa antreiben. Die globale Grippe bleibt im normalen Rahmen, aber einige Regionen sehen verstärkte frühe Schübe, die die Gesundheitssysteme belasten.
Im Südhalbkugel fehlt die Variante bisher, doch Experten warnen vor unmittelbarer Ankunft über Feiertagsreisen. „Wir können uns nur vorstellen, dass diese Unterklade das Land erreichen wird... die Chance, dass dieser Kladus Brasilien betritt und sich rasch ausbreitet, ist sehr hoch“, sagt Rosana Richtmann, Leiterin der Infektiologie bei Grupo Santa Joana.
Über das Global Influenza Surveillance and Response System (GISRS), das über 130 Länder umfasst, bestätigen WHO-Daten die Impfstoffwirksamkeit von 70-75% gegen Kindereinweisungen (2-17 Jahre) und 30-40% bei Erwachsenen trotz Drifts.
Jährliche Impfungen, Hygiene und Antivirale bleiben zentral, insbesondere angesichts der niedrigen Abdeckung in Brasilien 2025, die Dringlichkeit für 2026-Kampagnen signalisiert. Keine Reiseverbote empfohlen.