Die Vierte Republik Frankreichs, die 1946 gegründet wurde, wird oft als Beispiel für politische Instabilität angeführt. Sie dauerte nur zwölf Jahre und erlebte den Wechsel von fünfundzwanzig Regierungen. Trotz ihrer Herausforderungen ermöglichte sie den Wiederaufbau des Landes nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Vierte Republik wurde in den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs 1946 gegründet und 1958 von General de Gaulle abgeschafft. Diese kurze Periode von zwölf Jahren ist geprägt von berüchtigter Instabilität: Nicht weniger als fünfundzwanzig Regierungen folgten einander, mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Haushaltsgenehmigung, ähnlich wie bei einigen aktuellen Blockaden.
Vier Regierungen in einem Jahr und eine beispiellose parlamentarische Pattsituation in der jüngeren Geschichte rufen diese Ära für viele Kommentatoren herauf. Dennoch waren die Institutionen und die Situation ganz anders als in der Gegenwart. Trotz der Instabilität erzielte die Vierte Republik bedeutende Fortschritte, wie den Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes.
Dieses Erklärvideo, produziert vom Vertical-Videos-Dienst von Le Monde, untersucht die Gründe für diese Instabilität. Es wird auf Plattformen wie TikTok, Snapchat, Instagram und Facebook verbreitet, um aktuelle Ereignisse zugänglich zu machen. Für mehr Details zu den Folgen eines instabilen Regimes wird ein Interview mit der Historikerin Jenny Raflik empfohlen.
Pierre Lecornu und Arthur Navet waren für das Motion-Design dieser Produktion in der Serie 'In drei Minuten verstehen' verantwortlich.