Wimbledon führt 2026 ein Videobeweis-System ein

Die Wimbledon Championships werden während der Ausgabe 2026 zum ersten Mal in ihrer 149-jährigen Geschichte ein Videobeweis-System einführen. Die Technologie, die bereits bei den US Open und den Australian Open zum Einsatz kommt, wird auf den wichtigsten Plätzen verfügbar sein. Diese Änderung reagiert auf Forderungen nach einer verbesserten Spielleitung, während das Turnier andere Traditionen beibehält.

Wimbledon, das älteste Grand-Slam-Turnier seit seiner Gründung im Jahr 1877, hat die Einführung eines Videobeweis-Systems für 2026 bestätigt. Wie am 21. März 2026 bekannt gegeben wurde, wird das System während des gesamten Turniers auf dem Centre Court und dem No. 1 Court debütieren und bei Einzelspielen auf den No. 2 Court, No. 3 Court, Court 12 und Court 18 ausgeweitet werden. Es arbeitet unabhängig vom elektronischen Linienrichter-System für In-oder-Out-Entscheidungen und konzentriert sich stattdessen auf Urteile des Stuhlschiedsrichters wie 'not-up' (Ball zweimal aufgekommen), 'foul shot' (Fehlschlag) oder 'touch' (Berührung). Spieler können die Überprüfung unmittelbar nach einer spielentscheidenden Entscheidung oder bei Behinderungen nach dem Ballwechsel anfordern, wobei die Anzahl der Challenges laut der Erklärung des All England Lawn Tennis and Croquet Club nicht begrenzt ist. Dies markiert den ersten Einsatz der Technologie in Wimbledon, nachdem sie 2023 bei den US Open ihr Grand-Slam-Debüt gab und bei den Australian Open eingeführt wurde, während sie bei den French Open weiterhin fehlt. Der Schritt reagiert auf Forderungen nach einer besseren Schiedsrichterleistung angesichts der zunehmenden Kontrolle von Schiedsrichterentscheidungen. Unterdessen hat sich Wimbledon trotz der Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre der Spieler, die nach Vorfällen bei den Australian Open 2026 geäußert wurden, gegen eine Änderung der Kameraausrichtung entschieden. Coco Gauff zertrümmerte nach ihrer Niederlage gegen Elina Svitolina im Viertelfinale hinter den Kulissen ihren Schläger, woraufhin das Filmmaterial viral ging. 'Ich habe versucht, einen Ort zu finden, an dem sie es nicht übertragen würden, aber das haben sie offensichtlich getan', sagte Gauff. 'Also, ja, vielleicht sollte man darüber sprechen, denn ich habe das Gefühl, dass der einzige private Ort, den wir bei diesem Turnier haben, die Umkleidekabine ist.' Novak Djokovic schloss sich ihrer Meinung an: 'Ich stimme ihr (Coco) zu. ... Aber wir leben in einer Gesellschaft und in Zeiten, in denen Inhalte alles sind, also ist das eine tiefgründigere Diskussion.' Die Verantwortlichen betonen, dass für Spieler vorgesehene Bereiche nicht aufgezeichnet werden.

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