Xabi Alonso hat seinen Posten als Trainer des Real Madrid weniger als 24 Stunden nach einer schmerzhaften Niederlage im Spanischen Supercup gegen Barcelona verlassen. Die Amtszeit des 44-Jährigen dauerte nur sieben Monate, nach seiner erfolgreichen Zeit bei Bayer Leverkusen. Fragen zu seinem nächsten Schritt tauchen auf inmitten von Interesse der Top-Klubs Europas.
Das Ende kam schnell für Xabi Alonso beim Real Madrid. Die Supercup-Niederlage am Sonntag gegen Barcelona hat nicht nur die Stellung des Teams geschwächt, sondern auch tiefe Spannungen innerhalb des Kaders offengelegt. Als die Schlusspfeife ertönte, ignorierte Kylian Mbappé Alonsos Anweisungen und führte seine Teamkollegen vom Platz, ohne Barcelona die traditionelle Ehrenformation zu bieten – ein Moment, der den Zusammenbruch der Autorität symbolisierte. Nur Stunden später gab der Klub Alonsos Weggang bekannt. Sieben Monate zuvor war der 44-Jährige als einer der vielversprechendsten Trainer Europas gefeiert worden, nachdem er Bayer Leverkusen sensationell zum Bundesliga-Titel geführt hatte. Er hatte Angebote großer Klubs abgelehnt, um diesen Posten anzutreten, und seinen Weg sorgfältig gewählt. Doch im Santiago Bernabéu versagten die Strategien, die in Deutschland gediehen waren, unter dem enormen Druck, Real Madrid zu managen. Alonsos Abschied weckt sofort Spekulationen über seine Zukunft. Trotz der kurzen und stürmischen Zeit fragen sich Beobachter, ob Elite-Klubs – viele, die er letztes Jahr abgewiesen hat – erneut um ihn werben werden. Liverpool könnte dies besonders als Chance sehen, den Mann zu holen, der einst als natürlicher Nachfolger von Jürgen Klopp galt, und die jüngsten Schwierigkeiten möglicherweise ignorieren. Die Umgebung des Real Madrid, bekannt für ihre unerbittliche Natur, war vielleicht ein Missmatch für Alonsos methodischen Ansatz, der Prozesse über schnelle Ergebnisse stellt. Diese Entlassung unterstreicht die hohen Einsätze beim spanischen Giganten, wo Geduld oft fehlt. Während Alonso über seine Entscheidungen nachdenkt, beobachtet die Fußballwelt, ob er eine passendere Gelegenheit findet, um seinen Ruf wieder aufzubauen.