Der französische Ingenieur Yann LeCun, ein Pionier der Künstlichen Intelligenz, hat seinen Abschied von Meta nach 12 Jahren im Konzern bestätigt. Er plant, sein eigenes Startup zu gründen, das sich auf KI-Modelle konzentriert, die die physische Welt verstehen. Der Schritt erfolgt inmitten einer strategischen Veränderung bei Meta unter CEO Mark Zuckerberg.
Yann LeCun, ein 65-jähriger französischer Informatiker, wurde 2013 von Facebook rekrutiert, bevor es zu Meta wurde. Als einer der Pioniere der KI für seine Arbeit an neuronalen Netzwerken anerkannt, leitete er 12 Jahre lang das Facebook Artificial Intelligence Research (FAIR)-Labor. 2018 erhielt er den Turing Award, oft als Nobelpreis der Informatik bezeichnet, geteilt mit Yoshua Bengio und Geoffrey Hinton.
Am 19. November 2025 bestätigte LeCun auf Facebook seinen Ausstieg aus Meta, wo er die KI-Forschung leitete. Der Ausstieg hängt mit den strategischen Veränderungen des Unternehmens zusammen. CEO Mark Zuckerberg hat kürzlich die KI-Bemühungen umstrukturiert und Alexandr Wang, Mitgründer von Scale AI, eingestellt, um Superintelligence Labs zu leiten, eine neue Einheit, die KI-Ressourcen konsolidiert. LeCun wurde in dieses Team unter Wangs Aufsicht gestellt.
Meta konzentriert sich nun auf große Sprachmodelle (LLMs), wie die hinter ChatGPT oder Gemini. LeCun hat diese Modelle jedoch als begrenzt kritisiert. Er bevorzugt Ansätze, die Bilder und Videos nutzen, um die reale Welt zu verstehen, was den Weg für Fortschritte in der Robotik ebnet.
Gleichzeitig wird LeCun ein Unternehmen starten, das darauf abzielt, «zur nächsten großen KI-Revolution zu führen: Systeme, die die physische Welt verstehen, mit permanentem Gedächtnis, fähig zu schließen und komplexe Aktionen zu planen», wie er auf Facebook postete. Diese Initiative zielt darauf ab, die aktuellen Einschränkungen der KI zu überwinden für innovative Anwendungen.