ZDF-Intendant fordert Transparenz nach KI-Eklat

Nach der Verwendung von KI-generierten Bildern in einem ZDF-Nachrichtenbeitrag hat Intendant Norbert Himmler klare Regeln für den Umgang mit solchem Material gefordert. Das ZDF entschuldigte sich öffentlich und zog die betroffene Korrespondentin ab. Im Bundestag wurde der Vorfall scharf debattiert.

In Magdeburg hat ZDF-Intendant Norbert Himmler bei der Übergabe des Landesstudios Sachsen-Anhalt an den neuen Leiter Andreas Postel über den Umgang mit KI-erzeugtem Material gesprochen. Vor rund einer Woche sorgte ein Beitrag im „heute journal“ über Einsätze der US-Migrationsbehörde ICE für Aufsehen, da die Redaktion KI-generierte Bilder einsetzte. Das ZDF räumte den Fehler ein, entschuldigte sich im selben Format bei den Zuschauern und berief am Freitag die New Yorker Korrespondentin Nicola Albrecht mit sofortiger Wirkung ab.

Himmler betonte: „Wir dürfen nur Bilder verwenden, deren Herkunft wir zweifelsfrei benennen können. Und wenn wir es nicht genau wissen, müssen wir das sagen, dann müssen wir das kennzeichnen oder am allerbesten: bleibenlassen.“ Er versprach, dass Transparenz die Grundlage der ZDF-Arbeit sei und Fehler aufgearbeitet würden, um daraus zu lernen. Demokratische Meinungsbildung erfordere unabhängige und transparente Berichterstattung, so Himmler.

Im Bundestag widmete sich das Parlament auf Antrag der AfD einer Aktuellen Stunde dem Thema. AfD-Abgeordneter Martin Erwin Renner kritisierte den Vorfall als „Symptome einer massiven strukturellen Schieflage“ und sprach von einer „ideologischen Kumpanei“ der Sender mit der politischen Macht. CDU-Abgeordnete Ottilie Klein nannte es eine Missachtung journalistischer Standards: „Mir ist persönlich völlig unklar, wie man auf die Idee kommen kann, KI-Videos in Nachrichten zu verwenden. Gerade dort haben Sie ja nichts verloren.“ Sie lobte jedoch die Reaktion des ZDF mit Entschuldigung und Konsequenzen.

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