Zum Abschluss des Jahres 2025 legen zwei Meinungsbeiträge in The Indian Express kontrastierende Bewertungen des 12. Jahres der Modi-Regierung vor und heben Erfolge bei Reformen sowie Bedenken hinsichtlich Rechenschaftspflicht und Sicherheitslücken hervor.
Das Jahr 2025 markierte das 12. Jahr von Narendra Modi als Premierminister und löste divergente Analysen aus. In einem kritischen Beitrag beschrieb Manish Tewari es als „ein Jahr der aufgeschobenen Rechenschaftspflicht“ und wies auf Versäumnisse in der Regierungsführung und Sicherheit hin. Er nannte die Verhängung der Präsidentenverwaltung in Manipur im Februar nach ethnischen Unruhen, den Terroranschlag in Pahalgam im Mai sowie militärische Reaktionen zwischen Indien und Pakistan vom 7. bis 10. Mai. Tewari hob auch die Explosion am Red Fort in Delhi als Beweis für homegrown Radikalisierung hervor sowie Infrastrukturprobleme wie den Absturz von Air India Flight 171 in Ahmedabad im Juni und Eisenbahnunglücke.
Tewari kritisierte Politiken wie den SHANTI Act, der die Haftung von Nuklearbetreibern auf 3.000 Crore Rupien begrenzt und ausländische Lieferanten befreit, und nannte ihn ein Risiko für die öffentliche Sicherheit. Er sah Einkommensteuer- und GST-Kürzungen als reaktive Maßnahmen, die Ankündigung einer Kasten-Zählung als ideologischen Umschwung und Änderungen bei der Ernennung der Wahlkommission als Schwächung der Demokratie durch den Special Intensive Revision-Prozess.
Im Gegensatz dazu lobte Akhilesh Mishra die Regierung dafür, „neue Maßstäbe“ zu setzen, und betonte strukturelle Reformen. Er hob Vereinfachungen bei GST 2.0 hervor, den SHANTI Act als Öffnung der Kernenergie für private Beteiligung unter Regulierung, das PM Dhan Dhaanya Krishi Yojana für landwirtschaftlich schwache Distrikte, die Eindämmung des Linksextremismus, Operation Sindoor zur Neudefinition der Abschreckung gegenüber Pakistan, den Waqf Amendment Act 2025 zur Bekämpfung von Landundurchsichtigkeit, die Umsetzung neuer Arbeitsgesetze, die Erhöhung der steuerfreien Einkommensgrenze auf 12 Lakh Rupien, FDI-Reformen im Versicherungswesen und mehrere FTAs.
Diese Beiträge unterstreichen eine polarisierte Erzählung: Eine sieht reaktive Regierungsführung und institutionellen Verfall, die andere transformierenden Fortschritt inmitten politischer Langlebigkeit.