Das wärmere Wetter ist angekommen und die Kreuzottern sind in ganz Schweden erwacht. Die Giftnotrufzentrale hat in diesem Jahr bereits über 100 Anrufe wegen Bissen erhalten.
Mit dem Einzug wärmerer Temperaturen kommt es in ganz Schweden häufiger zu Begegnungen mit der Kreuzotter, der einzigen wildlebenden Giftschlange Skandinaviens. Experten raten dazu, bei einer Sichtung stillzustehen oder sich ruhig zu entfernen. Auch das Fuchteln mit den Armen kann helfen, das Tier zu verscheuchen. Peter Hultén von der Giftnotrufzentrale betont, dass jeder, der gebissen wurde, umgehend medizinische Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Wenn ein Krankenhaus in der Nähe ist, sollte man sich direkt dorthin begeben, andernfalls ist die Notrufnummer 112 zu wählen. Jährlich werden rund 400 Menschen nach Kreuzotterbissen im Krankenhaus behandelt. Johan Nylander vom Schwedischen Naturkundemuseum erklärt, dass die Schlangen kein Interesse an Menschen haben. Der letzte Todesfall ereignete sich 2023, als die gebissene Person nicht ins Krankenhaus ging. Gegengifte sind in Notfallkrankenhäusern verfügbar und meist wirksam. Kreuzottern kommen in ganz Schweden vor und der Bestand ist stabil. Mildere Winter könnten jedoch die Winterruhe sowohl für die Schlangen als auch für deren Beutetiere erschweren.