Der ägyptische Präsident Abdel Fattah Al-Sisi traf sich am Samstag mit einer Delegation japanischer Bildungsexperten, um die Zusammenarbeit beim japanischen Schulumfeld in Ägypten zu verstärken. Er lobte Japans disziplinierte und effektive Rolle bei der Verbesserung der Unterrichtsqualität. Al-Sisi informierte sich auch über Pläne zur Einführung von Coding- und KI-Lehrplänen auf der Oberschule.
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah Al-Sisi hieß am Samstag eine Delegation japanischer Bildungsexperten willkommen und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Japan zur Unterstützung der 69 ägyptisch-japanischen Schulen, die derzeit im ganzen Land betrieben werden. Der Präsidensprecher Mohamed El-Shenawy erklärte, die japanische Delegation habe Ägyptens Unterstützung für das Programm gewürdigt und nach acht Jahren Bewertung höchst positive Ergebnisse hervorgehoben. Die Delegation äußerte Interesse an der Erweiterung der Klassen, der Erhöhung der Jahrgangsstufen und der Einstellung neuer Lehrer nach spezialisierter Ausbildung.
Al-Sisi unterstrich Ägyptens Ziel, von globalen Bildungsmodellen in seiner Strategie zur menschlichen Entwicklung zu lernen, und forderte eine Erhöhung der Anzahl japanischer Schulen und Lehrkräfte, während er zusicherte, alle Hindernisse für die Initiative zu beseitigen. In einem separaten Treffen mit Premierminister Mostafa Madbouly und Bildungsminister Mohamed Abdel Latif informierte sich Al-Sisi über Pläne zur Einführung von Coding- und KI-Lehrplänen für Erstklässler der Oberschule ab dem Studienjahr 2025/2026.
Der Minister berichtete, dass mehr als 236.000 Schüler eine Schulung auf der japanischen Plattform „Kiryu“ abgeschlossen hätten und eine akkreditierte Zertifizierung der Universität Hiroshima erhalten würden. KI und Coding sollen ab 2026/2027 auch in die technische Ausbildung integriert werden. Das Ministerium erweitert sein Netzwerk an Schulen für angewandte Technologie auf 115 Einrichtungen in Partnerschaft mit privaten Unternehmen und internationalen Organisationen, um Absolventen akkreditierte Qualifikationen für lokale und globale Arbeitsmärkte zu bieten.
Al-Sisi wies die Behörden an, die Anzahl japanischer Schulen innerhalb von fünf Jahren auf 500 zu steigern, und setzte die Bemühungen zur Reduzierung der Klassengröße, Bekämpfung von Lehrermangel und termingerechten Bereitstellung von Lehrbüchern fort. Der Minister wies auf die wachsende Nachfrage nach dem neuen ägyptischen Abitur-System hin, das mehrere Prüfungswege bietet, wobei über 90 % der Erstklässler der Sekundarstufe eingeschrieben sind. Al-Sisi ordnete strenge Maßnahmen gegen Betrug bei Prüfungen an und forderte härtere Strafen. Er drängte weiterhin auf anhaltende Anstrengungen zur Verbesserung der finanziellen Situation der Lehrer, Stärkung von Disziplin und ethischen Werten sowie schnelles Vorgehen gegen Fehlverhalten im Bildungssystem.