Der neu gestaltete ATP-Kalender für 2026 sieht den Wegfall der Hellenic Championship vor, einem bei Novak Djokovic und Stan Wawrinka beliebten Turnier. Das im vergangenen Jahr nach Athen verlegte Turnier wird nicht mehr stattfinden, wodurch eine Lücke vor den ATP Finals entsteht. Spieler haben angesichts der Pläne für neue hochkarätige Events Bedenken hinsichtlich des sich wandelnden Spielplans geäußert.
Die ATP Tour hat die Anzahl ihrer 250er-Turniere für das Jahr 2026 auf 30 reduziert und dabei erhebliche Anpassungen für das Saisonende vorgenommen. Die Hellenic Championship, die 2025 vom 2. bis 8. November in der OAKA Basketball Arena in Athen auf Hartplatz in der Halle ausgetragen wurde, wurde gestrichen. Es war eines von zwei Turnieren, die neben den Metz Open auf die ATP Finals vorbereiteten; keines von beiden wird in diesem Jahr stattfinden. Stattdessen übernimmt das Stockholm Open den Termin vom 8. bis 15. November, mit Plänen, das Turnier 2027 wieder in den Oktober zu verlegen und die letzte Woche der regulären Saison in Brüssel auszutragen. Die Lizenz für das Turnier gehört der Familie von Novak Djokovic, die seit 2021 mehrere Turniere in Belgrad organisiert hat, darunter fünf ATP-250-Events. Djokovic gewann die Ausgabe in Athen, als er Lorenzo Musetti mit 4:6, 6:3, 7:5 besiegte und damit seinen 101. Karrieretitel holte. Er lobte die Atmosphäre und sagte: „Es ist das erste Turnier auf diesem Niveau hier seit über 30 Jahren... Hier zu spielen, fühlt sich wie ein Zuhause an.“ Auch Stan Wawrinka schätzte das Turnier: „Letztes Jahr habe ich in Athen gespielt. Es war ein großartiges, großartiges, großartiges Turnier. Ich habe es wirklich genossen. Vielleicht spiele ich das letzte dort.“ Die Änderungen fallen mit den Plänen der ATP zusammen, ab 2028 ein Masters-1000-Turnier in Saudi-Arabien einzuführen und gleichzeitig die Anzahl der 250er-Turniere zu reduzieren. Wawrinka kritisierte diesen Trend: „Bisher ging es immer darum, mehr Tennis hinzuzufügen, anstatt den Zeitplan zu straffen. ... Die Saison ist wirklich lang.“ Der chilenische Spieler Cristian Garín wies auf die Reisebelastungen für Nicht-Europäer hin und erklärte, dass Flüge von Südamerika nach Europa im Vergleich zu regionalen Verbindungen teuer und langwierig seien.