Der gefeierte israelische Filmemacher Avi Nesher wird eine Adaption des Bestsellers 'Sons and Soldiers' für Jagman Productions inszenieren. Produzent Josh Green hat sich die Rechte an dem Werk von Bruce Henderson gesichert, das den Beitrag der 'Ritchie Boys' im Zweiten Weltkrieg dokumentiert. Das Projekt beleuchtet ein weniger bekanntes Kapitel der Geschichte, in dem jüdische Flüchtlinge zu wichtigen Geheimdienstkräften der Alliierten wurden.
Jagman Productions und Produzent Josh Green haben die Rechte zur Adaption von Bruce Hendersons Buch „Sons and Soldiers“ erworben. Avi Nesher, bekannt für seine Regie bei „Image of Victory“, der 15 Nominierungen für den israelischen Filmpreis erhielt, wird den Film leiten. Zu seinen weiteren Werken zählen „The Other Story“, „Past Life“, „The Matchmaker“ und der für 2026 geplante Film „Our Loves“. Green wird von Greg Pedicin bei Untitled Entertainment vertreten, Nesher von der Agentur Gersh.
Das Buch schildert die Reisen junger, in Deutschland geborener jüdischer Flüchtlinge, die in den 1930er Jahren aus dem von den Nazis besetzten Europa flohen und sich in Amerika niederließen. Nach Pearl Harbor wurden sie von der U.S. Army rekrutiert und im Camp Ritchie als Vernehmungsspezialisten und Übersetzer ausgebildet, bevor sie unter großen Gefahren nach Europa zurückkehrten, um die Alliierten zu unterstützen und nach ihren Familien zu suchen. Ein Nachkriegsbericht der U.S. Army stellte fest, dass fast 60 Prozent der glaubwürdigen Geheimdienstinformationen aus Europa von den Ritchie Boys stammten.
„Das Buch beleuchtet ein weitgehend vergessenes Kapitel der Geschichte des Zweiten Weltkriegs: wie jüdische und andere Flüchtlinge, die der Nazi-Tyrannei entkamen, zu einigen der effektivsten Geheimdienstkräfte der Alliierten wurden“, sagte Green und betonte die persönlichen Geschichten inmitten der größeren Ereignisse des Krieges.
„In einer Zeit zunehmenden Antisemitismus fühlt sich diese Geschichte dringend notwendig an“, erklärte Nesher. Er strebt an, dass der Film die Wirkung von „Der Soldat James Ryan“ erreicht, indem er den Krieg durch die Linse von Sprache, Psychologie und Identität darstellt.