Der Tourismuskonzern Belambra gab am Samstag bekannt, dass er von einem Sicherheitsvorfall betroffen war, bei dem Kundendaten zu Reservierungen, darunter auch Daten vieler Minderjähriger, offengelegt wurden. Der Angriff folgt kurz nach einer ähnlichen Datenpanne beim Konkurrenten Pierre et Vacances-Center Parcs.
Laut der Fachseite French Breaches behauptete der Hacker, Zugriff auf Daten eines Zeitraums von sechs Monaten erhalten zu haben, darunter mehr als 41.000 detaillierte Reservierungen und rund 360.000 Datensätze, die mit Minderjährigen verknüpft sind. Belambra, Betreiber von 44 Ferienclubs in Frankreich, bestätigte den Vorfall und erklärte, dass keine Bankdaten, Identitätsdokumente oder Passwörter betroffen seien.
Der Konzern teilte mit, den unbefugten Zugriff auf einen Teil seiner digitalen Infrastruktur identifiziert und Strafanzeige erstattet zu haben. Zudem seien die zuständigen Behörden informiert worden.
Einen Tag zuvor hatte Pierre et Vacances-Center Parcs ein Datenleck auf seiner Plattform La France du Nord au Sud enthüllt, das 1,6 Millionen Reservierungen betraf und möglicherweise bis zu zehn Jahre zurückreicht. Auch in diesem Fall wurden laut Angaben keine Bankdaten oder E-Mail-Adressen entwendet.