Betrüger verschicken nun hochpersonalisierte SMS, die sich als Zusteller ausgeben und Namen, Adressen und manchmal Zugangscodes der Opfer enthalten. Diese Nachrichten, verbunden mit kürzlichen Datendiebstählen, führen zu gefälschten Seiten, die persönliche Informationen stehlen sollen. Behörden raten davon ab, auf Links zu klicken, und empfehlen, direkt bei offiziellen Diensten nachzufragen.
SMS-Betrügereien werden in Frankreich immer ausgefeilter. Traditionell begannen diese Betrügereien mit einer generischen Nachricht wie »Hallo, ich bin der Zusteller, Ihr Paket passt nicht in den Briefkasten«, um eine Umschickung zu veranlassen und Bankcodes zu stehlen. In den letzten Tagen haben jedoch viele Nutzer Nachrichten gemeldet, die ihren Vornamen, Nachnamen, genaue Adresse und manchmal Zugangscodes enthalten. Ein typisches Beispiel: »Hallo, ich habe ein Paket für [Name der Person]. Ich war heute Morgen bei [Adresse], hatte aber keine Infos, bitte geben Sie hier neue Anweisungen«, gefolgt von einem Link zu einer betrügerischen Seite, die zusätzliche Liefergebühren verlangt. »Immer schlimmer«, klagt ein Reddit-Nutzer. »Heute Morgen SMS für ein nicht zugeliefertes Paket erhalten (klassisch), aber diesmal mit meiner Adresse und der Link enthält meinen Namen und Vornamen. Jetzt wird es wirklich besorgniserregend«, fügt er hinzu. Diese Betrügereien speisen sich aus kürzlichen Cyberangriffen auf Unternehmen wie Mondial Relay, La Poste, France Travail und Urssaf. Letzte Woche erlitt Colis Privé einen Datenleak, der Daten von 3 Millionen Franzosen – Vornamen, Nachnamen, Postadressen, E-Mails und Telefonnummern – auf dem Dark Web enthüllte. Zum Schutz: Klicken Sie nicht auf verdächtige Links. Überprüfen Sie stattdessen die offiziellen Seiten von Colissimo, DHL, DPD, Chronopost oder Mondial Relay. Achten Sie auf Rechtschreib- oder Grammatikfehler. Prüfen Sie Datenlecks auf haveibeenpwned.com oder oathnet.org.