Bolsonaro-Anhänger besuchen Papuda-Gefängnis wegen Menschenrechten

Bolsonaro unterstützende Abgeordnete, einschließlich Senatorin Damares Alves, führten einen technischen Besuch im Papuda-Strafvollzugskomplex durch und äußerten Bedenken hinsichtlich Zugang zu Gesundheit, Ernährung und Hygiene. Kolumnist Thiago Amparo kritisiert die selektive Umarmung der Menschenrechte durch die Gruppe, insbesondere inmitten der Verurteilung von Jair Bolsonaro. Er betont, dass Rechte universell gelten, einschließlich für Häftlinge wie Bolsonaro.

In einer Kolumne, die am 26. November 2025 in der Folha de S.Paulo erschien, reflektiert der Anwalt und Professor Thiago Amparo über die jüngste Verurteilung von Jair Bolsonaro und nennt ihn 'Jair, der Häftling'. Amparo verspottet die selektive Wiederentdeckung von Menschenrechtsnormen im Bolsonaro-Lager, das das alte Sprichwort 'ein guter Bandit ist ein toter Bandit' nun fallen lässt, da es auf ihren Führer zutrifft.

Der technische Besuch im Papuda-Strafvollzugskomplex, angeführt von Abgeordneten wie der Senatorin Damares Alves von der Partei Republicanos, hob Probleme wie unzureichenden Zugang zu Gesundheit, Ernährung und Hygiene hervor. Amparo zitiert erschreckende Daten: Zwischen 2013 und 2023 starben in Brasilien 17.000 Häftlinge, wobei etwa 95 % der Todesfälle von 2018 bis 2022 vermeidbar waren.

Trotz Kritik an den Bedingungen in Papuda wird Bolsonaro seine Strafe in der Superintendanz der Bundespolizei verbüßen, nicht im Gefängnis, aufgrund gleicher Behandlung wie im Fall von Lula, im Einklang mit Menschenrechtsprinzipien. Amparo argumentiert, dass dies die Universalität der Rechte zeigt, die alle schützen, einschließlich Putschisten und ehemaliger Präsidenten.

Der Autor verweist auf die historische Inhaftierung von Generälen für Angriffe auf die Demokratie als Übergangsjustiz. 'Es gibt keine Versöhnung ohne Gerechtigkeit und keine Gerechtigkeit ohne Menschenrechte', schreibt Amparo und schlägt vor, dass ein ähnlicher Prozess für vergangene Putsche die Straffreiheit hätte verhindern können. Er schließt daraus, dass Bolsonaro den Menschenrechtsverteidigern für den Schutz danken sollte, den er nun erhält.

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