Die Boston Bruins haben den Stürmer James Hagens mit einem Amateur-Tryout-Vertrag für ihr AHL-Farmteam, die Providence Bruins, ausgestattet. Dieser Schritt ermöglicht es dem 19-jährigen Top-Talent, professionelle Erfahrung zu sammeln, ohne ein Jahr seines Einstiegsvertrags zu beanspruchen. General Manager Don Sweeney bezeichnete dies als einen wichtigen Entwicklungsschritt.
James Hagens, der im NHL Draft 2025 an siebter Stelle insgesamt von den Boston Bruins ausgewählt wurde, beendete seine zweite Saison am Boston College mit 47 Punkten (23 Tore, 24 Assists) in 34 Spielen und führte damit die Hockey East an. Er wurde als einer der 10 Finalisten für den Hobey Baker Memorial Award nominiert und bereits nach seiner Freshman-Saison 2024/25, in der er 37 Punkte in 37 Spielen erzielte, in das Hockey East All-Rookie Team berufen. Hagens, der aus Hauppauge, New York, stammt, gewann mit den Vereinigten Staaten Gold bei der IIHF U20-Weltmeisterschaft 2025 sowie bei der IIHF U18-Weltmeisterschaft 2023. Dabei stellte er einen Punkterekord für ein einzelnes Turnier bei der U18-WM auf und wurde zum fünftbesten Scorer in der Geschichte des U.S. National Team Development Program. Zudem lief er für das Team USA bei der U20-WM 2026 und dem U18-Turnier 2024 auf. Nachdem die Saison für das Boston College im Halbfinale der Hockey East endete, wurde der Weg für Hagens frei, in den Profibereich zu wechseln. Bruins General Manager Don Sweeney sagte: „James ist ein wichtiger Teil unserer Zukunft, und dies ist eine großartige Gelegenheit für ihn, unmittelbar professionelle Erfahrung in Providence zu sammeln und seine Entwicklung fortzusetzen, während alle Optionen offen bleiben.“ In einer zweiten Stellungnahme fügte Sweeney hinzu: „Wir freuen uns sehr, dass James sich der Organisation der Bruins anschließt und diesen nächsten Schritt macht.“ Die Entscheidung bewahrt die Flexibilität für Hagens' Einstiegsvertrag angesichts des engen Playoff-Rennens in der Eastern Conference, in dem Boston bei noch 12 ausstehenden Spielen der regulären Saison den ersten Wild-Card-Platz belegt. Die Providence Bruins führen die AHL mit 47 Siegen an und haben noch 11 Spiele zu absolvieren, was sie für einen langen Playoff-Lauf um den Calder Cup in eine gute Ausgangsposition bringt. Zu den Präzedenzfällen zählen Verteidiger Charlie McAvoy, der 2016 einen AHL-Vertrag unterzeichnete, bevor er in Bostons Playoffs einstieg, sowie Zach Werenski, der im selben Jahr mit Cleveland den Calder Cup gewann.