In Buenos Aires haben mehr als 40 Lovehotel-Etablissements in den vergangenen zwei Jahrzehnten geschlossen. Der Aufstieg von Encounter-Apps, temporären Vermietungen und hohen Immobilienwerten hat vollständig verändert, wie Paare Intimität in der Stadt suchen. Dieser Wandel hat ein historisches Geschäft entleert.
Lovehotels, ein traditioneller Sektor in der Autonomen Stadt Buenos Aires (CABA), stehen vor einer tiefen Krise. Berichte zeigen, dass mehr als 40 solcher Etablissements in den vergangenen zwei Jahrzehnten geschlossen wurden, was einen signifikanten Rückgang in der Branche signalisiert.
Der Hauptfaktor dieser Umwandlung ist der technologische und wirtschaftliche Fortschritt. Encounter-Apps wie Dating-Plattformen ermöglichen es Paaren, sich zu vernetzen und Treffen zu vereinbaren, ohne auf diese Hotels angewiesen zu sein. Gleichzeitig bieten temporäre Vermietungen zugänglichere und diskretere Alternativen für intime Augenblicke.
Zudem haben die hohen Immobilienpreise in Buenos Aires zu Umnutzungen geführt. Viele Gebäude, die früher Lovehotels beherbergten, werden nun für gewinnträchtigere Zwecke wie Büros oder Wohnungen verwendet. Diese 'sexuelle Revolution', getrieben von kulturellen und digitalen Veränderungen, hat die Auswahlmöglichkeiten für Paare in der Stadt neu definiert und ein einst ikonisches Geschäft obsolet gemacht.
Die Lage verdeutlicht, wie soziale Entwicklungen und der Immobilienmarkt traditionelle Branchen beeinflussen und Verhaltensmuster bei der Suche nach Privatsphäre und Intimität verändern.