Der Afrikanische Fußballverband (CAF) teilte mit, er werde die Pläne von FIFA-Präsident Gianni Infantino prüfen, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Andere Kontinentalverbände haben die Vorschläge kritisiert. Infantino bot den Mitgliedsverbänden 40 Millionen Dollar für eine Unterstützung des Vorhabens bis zum 19. September an.
Die FIFA bestätigte am Dienstag Pläne zur Gründung eines Unternehmens namens FIFA Forward Enterprise, das die Männer- und Frauen-Weltmeisterschaften sowie die Klub-Weltmeisterschaft beaufsichtigen soll. Private Investoren würden 20 bis 30 Prozent des Unternehmens übernehmen, wobei Joshua Kushner als vorgeschlagener Hauptinvestor genannt wurde. Die FIFA würde die Mehrheit behalten, während die 211 Mitgliedsverbände jeweils einen kleinen Anteil erhalten würden.
Infantino schrieb an die Verbände und bot ihnen 40 Millionen Dollar an, falls sie den Plan unterstützen, wobei 20 Millionen Dollar ab dem 1. Januar kommenden Jahres verfügbar wären. Er setzte eine Frist bis zum 19. September für die Zustimmung. Es wird erwartet, dass er bis 2031 ohne Gegenkandidaten wiedergewählt wird und anschließend als Geschäftsführer der neuen Firma fungieren könnte, wobei ein Gehalt in ähnlicher Höhe wie die 64 Millionen Dollar Jahresgehalt von NFL-Commissioner Roger Goodell im Gespräch ist.
Die UEFA erklärte, die Vorschläge überschritten eine Grenze, die die Führungsorgane des Fußballs niemals überschreiten sollten, und wies auf den wachsenden Widerstand hin. CONCACAF und die AFC äußerten Bedenken hinsichtlich des mangelnden ordnungsgemäßen Verfahrens und der fehlenden Konsultation. Der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter sagte gegenüber Reuters, dass die FIFA ihre Seele verlieren würde, wenn die Pläne umgesetzt würden.
Der Afrikanische Fußballverband gab eine Stellungnahme ab, in der es heißt, man habe das FIFA-Schreiben erhalten und werde nächste Woche eine Sitzung des Exekutivkomitees abhalten, um die Initiative zu prüfen und zu bewerten. Der Verband rief die Mitgliedsverbände dazu auf, den Vorschlag im Rahmen der etablierten Verfahren zu untersuchen.