Cannes-Kritikerwoche wählt 10 Filmemacher für Next-Step-Workshop aus

Die Cannes-Kritikerwoche hat 10 aufstrebende Filmemacher und ihre Debüt-Spielfilmprojekte in der 12. Auflage der Next-Step-Initiative hervorgehoben, die Regisseure unterstützt, die zuvor Kurzfilme in der Sektion zeigten. Der Workshop vom 6. bis 12. Dezember umfasst Beratungen und endet mit einem Industry Day in Paris, auf dem Teilnehmer französische Branchenprofis treffen. Ein neuer Next-Step-Sooner-Preis mit 2.500 € Zuschuss und Cannes-Einladung wird einem Regisseur verliehen.

Programmübersicht nDer Next-Step-Workshop konzentriert sich auf die Entwicklung von Spielfilmen für Filmemacher, die Kurzfilme in der Cannes-Kritikerwoche uraufgeführt haben. Die diesjährige Auflage versammelt 10 Regisseure im Moulin d’Andé zu Sitzungen mit Beratern wie Yacine Badday, Philippe Barrière, Leyla Bouzid, Juliette Lepoutre, Franco Lolli und Thomas van Zuylen. Ein Teilnehmer erhält eine Residenz im Moulin d’Andé–CÉCI. Das Programm schließt mit einem Industry Day in Paris ab, das Vertriebsagenten, Distributor und Produktionsfirmen anzieht. nEin Highlight ist der neue Next-Step-Sooner-Preis, gesponsert von der geplanten französischen Streaming-Plattform aus der Fusion von Filmo und Universciné, Start Januar 2026. Der Zuschuss von 2.500 € (2.925 $) und die Einladung zum Cannes-Festival werden im Mai 2026 verkündet. n## Ausgewählte Projekte nUnter den Projekten zeigt die estnische Regisseurin Anna Hints 'Black Hairy Beast', eine interkulturelle Liebesgeschichte zwischen indischer Tänzerin und estnischem Journalisten, die Mythologien mit Identitäts- und Fremdenfeindlichkeitsthemen verbindet. 'Von unserer eigenen interkulturellen Liebesgeschichte inspiriert, folgt es zwei Menschen, die den Schmerz des „Falschseins“ und die wilde Freiheit tragen, wenn man aufhört, sich anzupassen', sagte Hints gegenüber Variety. nMarinthia Gutiérrez’ 'Nabor' spielt im Tijuana der 1950er, wo ein Mädchen Liebe und Familiengeheimnisse inmitten von Eifersucht und Cabaret-Nächten entdeckt. 'Wir erobern das Image unserer Stadt mit unverschämter analoger Vision zurück', bemerkte Gutiérrez. nWeitere Beiträge: Róisín Burns’ 'Happy Hardcore', Geschichte eines Deserteurs im Irakkrieg; Marie Larrivés animierter 'Erika', Rachegeschichte aus 1999 in der Bretagne; Carmen Lerois Zeitreise-Romanze 'L’Expérience impossible'; Robert-Jonathan Koeyers’ animierter 'Story of August' zu Familiens Trauma; Leonardo Martinellis Musical 'Fantasma Neon' über Gig-Economy-Ängste in Rio; Bruno Ribeiros 'Saturday in Copacabana', eine Verrückten-Komödie; Juan Pablo Villalobos’ 'Ladrones de cuadros', nachdenkliche Komödie; und Ananth Subramaniams 'Pray to the Thunder', Punk-Aufstand in Malaysia. n## Vielfalt und Wirkung nDie Auswahl betont Vielfalt: Hälfte Frauen, starke Lateinamerika-Repräsentation mit zwei mexikanischen und zwei brasilianischen Projekten. Genres umfassen Romantikkomödie, Sozialdrama, Animation, politische Musicals und magischen Realismus. Next Step vertieft Kooperationen wie SACEM für Kompositionen und plant 2026 ein Studio mit DW zu Indonesien. n'Diese Riege von Regisseuren und Projekten spiegelt das Vielfaltsengagement der Cannes-Kritikerwoche wider', sagte Programmleiter Thomas Rosso. Die Initiative weist eine Erfolgsbilanz bei der Umsetzung von Projekten vor.

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