Ein 35-jähriger Mann rammte absichtlich fünf Fußgänger und einen Radfahrer auf der Insel Oléron in der Charente-Maritime am Mittwochmorgen und verursachte zwei schwere Verletzungen. Nach dem Schreien von 'Allah Akbar' und dem Versuch, sein Fahrzeug anzuzünden, wurde der Verdächtige festgenommen. In Haft erklärte er, kürzlich den Islam entdeckt zu haben und eine göttliche Mission erhalten zu haben. Die Untersuchung wegen versuchten Mordes läuft weiter, ohne Beteiligung der Antiterroreinheit bisher.
Am Mittwoch, dem 5. November 2025, gegen 8:40 Uhr begann Jean G., ein 35-jähriger Franzose, geboren 1990 und wohnhaft in einem Wohnwagen in La Cotinière auf der Insel Oléron, eine tödliche Autofahrt. Mit einem weißen Honda Civic rammte er absichtlich fünf Personen – Fußgänger und einen Radfahrer – über 35 Minuten hinweg, zwischen Dolus-d’Oléron und Saint-Pierre-d’Oléron. Zwei Opfer befinden sich in absoluter Notlage, darunter Emma Vallain, 22, parlamentarische Assistentin des RN-Abgeordneten Pascal Markowsky. Unter den Schwerverletzten wird die junge Frau von einem engen Mitarbeiter als 'brillant' und 'verliebt in ihre Insel' beschrieben.
Der Verdächtige, den die Behörden für Straftaten nach gemeinem Recht im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen kennen, stammt aus der Dordogne und lebt allein. Blond mit braunen Augen und einem kleinen Bart, ist er der Sohn eines lokalen Fischers. Bei seiner Festnahme schrie er 'Allah Akbar', versuchte, sein Fahrzeug anzuzünden, und floh zu Fuß. Im Kofferraum sollen Gasflaschen gefunden worden sein, diese Information wird überprüft. In Haft in Saint-Pierre-d’Oléron gab er verwirrte Aussagen ab und erklärte, er suche spirituelle Antworten, habe kürzlich den Islam entdeckt und 'Allah habe ihm eine Mission anvertraut'.
Der Innenminister Laurent Nuñez besuchte den Tatort und erklärte, der Verdächtige sei den Nachrichtendiensten nicht wegen Radikalisierung bekannt. Eine Hausdurchsuchung wurde am späten Nachmittag durchgeführt, Analysen der Telefone laufen. Die Untersuchung wegen versuchten Mordes wird von der Ermittlungsabteilung Poitiers sowie den Ermittlungsbrigaden Rochefort und La Rochelle geführt. Die nationale Antiterrorstaatsanwaltschaft beobachtet die Sache, ohne noch einzugreifen.
Die Bewohner sind schockiert. 'Es ist entsetzlich. Solche Taten haben wir hier noch nie gesehen. Oléron ist ein friedliches Gebiet', sagte Christophe Sueur, Bürgermeister von Saint-Pierre-d’Oléron. Zeugen sind psychisch belastet. Politische Figuren wie Jordan Bardella und Marine Le Pen verurteilten den Islamismus als 'existenzielle Bedrohung', während RN-Abgeordneter Pascal Markowsky sagte, er sei 'tief betroffen' über seine Assistentin.