Der Wirtschaftswissenschaftler Carlos Rodríguez hat am 15. Juli 2026 in einem Beitrag im sozialen Netzwerk X einen Vorschlag zur Reform der Organsatzung der Zentralbank von Argentinien (BCRA) vorgelegt.
Rodríguez erklärte, dass die Organsatzung von 2012 geändert werden müsse, um die Unabhängigkeit der BCRA zu stärken und klare Regeln aufzustellen, die den Ermessensspielraum bei der Ausübung ihrer Befugnisse einschränken.
Der Ökonom stellte fest, dass es der aktuellen Regelung nicht gelungen sei, die Zentralbank auf klare Ziele auszurichten, die mit der Währungsstabilität vereinbar sind. Er fügte hinzu, dass die Ernennung von Behörden sowie die Geld-, Devisen- und Finanzpolitik auf die politischen Ziele der jeweiligen Regierungen reagiert hätten.
Rodríguez analysierte das Regierungsdokument zur Reform und kritisierte, dass das Ziel der Wahrung des Geldwerts zu allgemein gehalten sei. Er erinnerte daran, dass der Wert des Pesos gegenüber dem Dollar in den letzten zwei Jahren zwar gewahrt blieb, seine durch den VPI gemessene Kaufkraft jedoch abnahm.
Der ehemalige Beamte schlug Beschränkungen für Fremdwährungsschulden vor und spezifizierte die Notwendigkeit, Bedingungen für Instrumente wie das „Cepo“ (Devisenbeschränkungen) und Mindestreservesätze zu definieren. Er betonte, dass es nicht ausreiche, die institutionelle Unabhängigkeit zu garantieren, sondern dass es unerlässlich sei, Ziele und explizite Grenzen für die Befugnisse der BCRA festzulegen.