Der Co-Direktor der Banco de la República, César Giraldo, erklärte, dass Zinserhöhungen gegen die aktuelle Inflation, die durch externe Faktoren wie Ölpreise und Wetterbedingungen getrieben wird, nicht mehr wirksam seien.
Giraldo merkte in einem Interview am 8. Mai in Bogotá an, dass sich die Zinsen bereits auf einem restriktiven Niveau von 11,25 Prozent befänden, ohne die Inflation zu senken, die im März bei 5,6 Prozent auf Jahresbasis lag. Er sagte, dass der Druck von höheren Ölpreisen, Lieferkettenunterbrechungen und klimatischen Ereignissen herrühre, die außerhalb der Reichweite der Geldpolitik lägen.
Der Beamte, der auf der Linie von Präsident Gustavo Petro steht, schlug vor, andere Instrumente wie Offenmarktgeschäfte und Währungsinterventionen sowie staatliche Energiesubventionen einzusetzen. Er erkannte an, dass der private Konsum durch höhere Gehälter und Rücküberweisungen gewachsen sei, nicht durch übermäßige Verschuldung, obwohl die öffentlichen Ausgaben angesichts des Haushaltsdefizits zusätzlichen Druck erzeugten.
Giraldo stimmte gegen die jüngsten Zinserhöhungen und verteidigte die Autonomie der Zentralbank, wobei er sich darauf konzentrierte, über Methoden zur Erreichung des Inflationsziels zu debattieren.