Präsident Gustavo Petro erklärte, dass die starke Aufwertung des kolumbianischen Peso, bei der der Dollar am Dienstag bei 3.578 Pesos lag, auf die Zinserhöhung der Banco de la República zurückzuführen sei. Er merkte an, dass dies zwar Auslandsschulden und Importe verbillige, aber die Exportkosten erhöhe. Petro warnte, dass dies die Bemühungen zur Armutsbekämpfung untergraben könnte.
Der Dollarkurs in Kolumbien fiel am 15. April auf 3.578 Pesos, einen Tiefstand, wie er seit 2021 nicht mehr verzeichnet wurde. Präsident Gustavo Petro äußerte sich zu dieser „immensen Aufwertung“ des Peso und machte den „erheblichen Anstieg des von der Banco de la República festgelegten Zinssatzes“ dafür verantwortlich.
„Die Bemühungen, das Einkommen der Kolumbianer zu erhöhen, was die Armut erheblich reduziert, könnten zunichte gemacht werden, wenn dieses Einkommen für verbilligte importierte Waren ausgegeben wird“, erklärte Petro. Er fügte hinzu, dass die Eindämmung der Inflation bedeute, die Preise für lokal produzierte Lebensmittel zu senken. „Es ist nicht einfach, aber es ist meine Herausforderung in den kommenden Monaten“, sagte er.
Experten nennen weitere Faktoren: Ölpreise, die durch geopolitische Konflikte beeinflusst wurden, und ein Dekret vom 10. April, das ausländische Investitionen von Pensionsfonds (AFP) einschränkt, um die Rückführung von Kapital zu fördern. Auch fiskalische Variablen, Zinssätze, das politische Umfeld und die Preise im Außenhandel spielen eine Rolle.
Petro bestätigte, dass er aufgrund eines Urteils des Verfassungsgerichts ein neues Finanzierungsgesetz vorlegen werde.