Die mexikanische Zentralbank hat ihren Leitzins in einer knappen Entscheidung auf 6,75 % gesenkt, während die globalen Märkte angesichts des US-Iran-Konflikts nachgaben. Der BMV fiel um 1,65 % und der Peso wertete gegenüber dem Dollar um 1 % ab. Die Ölpreise stiegen aufgrund der Schließung der Straße von Hormus.
Am Donnerstag, den 26. März, senkte der Gouverneursrat der mexikanischen Zentralbank (Banxico) den Leitzins um 25 Basispunkte auf 6,75 %, obwohl die Inflation den höchsten Stand seit 2024 erreicht hatte. Die Abstimmung war gespalten: Jonathan Heath und Galia Borja plädierten für eine Beibehaltung des Zinssatzes bei 7 %, während die übrigen Mitglieder für die Senkung stimmten. Banxico verwies auf den Wechselkurs, die konjunkturelle Schwäche, den Inflationsausblick und die Herausforderungen durch den US-Iran-Krieg im Nahen Osten, der zur Schließung der Straße von Hormus führte, durch die 20 % des weltweiten Ölhandels fließen. Die Prognose für eine Inflation von 3 % im zweiten Quartal 2027 wurde beibehalten. Nach der Entscheidung notierte der Wechselkurs bei 17,95 Pesos pro Dollar, was einem Rückgang von 1,04 % entspricht. An den Bankschaltern lag der Dollar laut Daten von Banamex bei 18,32 Pesos. Auch die Aktienmärkte gaben nach: Der S&P/BMV IPC des BMV fiel um 1,65 % auf 67.001,34 Punkte und beendete damit eine dreitägige Gewinnserie. Gabriela Siller von Banco Base merkte an, dass im IPC nur GCC (+1,71 %) und Grupo Televisa (+0,78 %) zulegen konnten. An der Wall Street gab es ebenfalls Kursverluste: Nasdaq -2,38 % auf 21.408,08, S&P 500 -1,74 % auf 6.477 und Dow Jones -1,01 % auf 45.960,11. Die Ölpreise stiegen: WTI +4,61 % auf 94,48 USD pro Barrel, Brent +4,38 % auf 106,85 USD. Adam Turnquist von LPL Financial sagte gegenüber Bloomberg: 'Der Krieg im Iran und der daraus resultierende Anstieg der Ölpreise dämpfen weiterhin die Risikobereitschaft.' Felipe Hernández erklärte gegenüber Bloomberg, dass die hohe Inflation und die Kriegsrisiken dazu raten, auf bessere Rahmenbedingungen zu warten.