Die mexikanische Zentralbank (Banxico) hat ihren Leitzins am 26. März 2026 um 25 Basispunkte auf 6,75 % gesenkt – nach der vorherigen Senkung auf 7 % im Dezember 2025. Der Beschluss wurde mit 3:2 Stimmen gefasst, wobei der Druck durch anhaltende Inflation aufgrund gestiegener Obst- und Gemüsepreise sowie geopolitischer Spannungen anhält. Der Zentralbankrat signalisierte die Möglichkeit weiterer Zinssenkungen in Abhängigkeit von der künftigen Entwicklung, wobei Analysten sich uneinig über den Zeitpunkt sind.
Die Banco de México (Banxico) gab am Donnerstag, dem 26. März 2026, eine Senkung ihres Referenzzinssatzes um 25 Basispunkte von 7,0 % – dem Stand nach der Entscheidung vom Dezember 2025 – auf 6,75 % bekannt, die mit 3:2 Stimmen verabschiedet wurde. Dafür stimmten Gouverneurin Victoria Rodríguez sowie die stellvertretenden Gouverneure Gabriel Cuadra und Omar Mejía. Dagegen stimmten Galia Borja und Jonathan Heath, die für eine Beibehaltung des Niveaus von 7,0 % plädierten. Die Entscheidung fiel vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen im Nahen Osten und nach oben korrigierter Inflationsprognosen für 2026. Daten des INEGI zeigten zwei Tage zuvor eine allgemeine Jahresinflationsrate von 4,6 % für Anfang März, getrieben durch einen Anstieg der Obst- und Gemüsepreise um 23,9 %. Die Banxico hat ihre Prognosen angehoben, erwartet jedoch eine Annäherung an ihr Inflationsziel von 3 % bis zum zweiten Quartal 2027. In der Stellungnahme hieß es: „Der Gouverneursrat wird in Zukunft je nach Entwicklung der makroökonomischen und finanziellen Bedingungen die Angemessenheit und den Zeitpunkt einer weiteren Senkung des Referenzzinssatzes bewerten.“ Der Analyst Alonso Cervera von Banco Santander México wies auf die Unsicherheit bezüglich weiterer Zinsschritte hin. Eine Citi-Umfrage vom 20. März zeigte eine knappe Mehrheit, die bis Mai keine Änderung erwartet. Das Protokoll der Sitzung wird am 9. April veröffentlicht.