Der Vorstand der Banco de México hat einstimmig beschlossen, den Ziel-Leitzins bei 7 Prozent beizubehalten und den Senkungszyklus von 2024 zu pausieren. Diese Entscheidung reagiert auf eine komplexe Inflationslage mit nach oben revidierten Prognosen für 2026. Der mexikanische Peso schloss bei 17,3 Pesos pro US-Dollar und spiegelt Marktvorsicht wider.
Der Vorstand der Banco de México (Banxico) hat einstimmig beschlossen, den Ziel-Leitzins nicht zu ändern und ihn bei 7 Prozent zu belassen. Diese Pause folgt auf 12 aufeinanderfolgende Senkungen, die Mitte 2024 begonnen haben und den Abwärtszyklus vorübergehend beenden. Analysten wie Diego Albuja von ATFX Latam führen die leichte Abwertung des mexikanischen Pesos, der bei 17,3 Pesos pro Dollar schloss mit einem Zuwachs von 0,33 Prozent, auf Vorsicht vor dieser Entscheidung zurück. Die Erklärung von Banxico betont, dass die Maßnahme mit der Einschätzung des aktuellen Inflationsausblicks übereinstimmt. Die Inflation im Januar lag bei 3,77 Prozent, höher als im Dezember, aber unter den Erwartungen, angetrieben durch Erhöhungen bei Zigaretten, Limonaden, Snacks und Artikeln wie Taquerías. Faktoren wie Erhöhungen der IEPS, Zölle auf asiatische Produkte und Lohn-Drücke beitragen zu einem Hochinflationsumfeld, das für das erste Quartal 2026 auf 4 Prozent prognostiziert wird. Die Prognosen wurden nach oben revidiert: 4 Prozent im ersten Quartal, 3,8 Prozent im zweiten, 3,6 Prozent im dritten und 3,5 Prozent Ende 2026. Zuvor lagen die Schätzungen bei 3,7 Prozent im ersten Quartal und 3 Prozent in der zweiten Hälfte. Das Ziel von 3 Prozent wird nun ins zweite Quartal 2027 verschoben. Banxico wird künftige Anpassungen unter Berücksichtigung dieser Elemente prüfen, einschließlich des begrenzten Einflusses von Zöllen und IEPS. Victoria Rodríguez, Präsidentin von Banxico, erklärte, dass weitere Senkungen im Jahr 2026 nicht ausgeschlossen sind, wenn die Inflation stabile marginale Werte ohne Sekundäreffekte zeigt. Diese Entscheidung spiegelt die Notwendigkeit wider, den Wechselkurs, die wirtschaftliche Schwäche und die vorherige Geldrestriktion zu bewerten.