Im Gebiet Jemo in Addis Abeba sind Zementhändler mit unvorhersehbaren Preisen konfrontiert, die sich stündlich ändern, da Zwischenhändler nach der Freigabe der Lieferungen durch die Fabriken den Vertrieb dominieren. Einzelhändler und Bauunternehmer berichten von einer zunehmenden Belastung, während sich Hersteller und Behörden gegenseitig die Schuld am Marktchaos zuschieben. Die Situation wurde in einem am 19. Juli 2026 veröffentlichten Bericht dargelegt.
Fikremariam Wondimu, ein Händler im Gebiet Jemo in Addis Abeba, beschrieb sein Zementgeschäft aufgrund der schnellen Preisschwankungen eher als Glücksspiel denn als beständigen Handel. Laut dem Bericht übernehmen Zwischenhändler die Kontrolle über die Zementlieferungen unmittelbar nach deren Verlassen des Fabrikgeländes. Diese Struktur übt Druck sowohl auf Einzelhändler als auch auf Bauunternehmer aus, die auf eine konsistente Preisgestaltung angewiesen sind. Fabriken und Regierungsvertreter schieben sich weiterhin gegenseitig die Verantwortung für die anhaltenden Vertriebsprobleme zu, ohne dass eine klare Lösung in Sicht ist. Die Marktbedingungen beeinträchtigen das Tagesgeschäft derjenigen, die mit Baumaterialien handeln.