Ein Einbruch der Erzeugerpreise für Zwiebeln vor sechs Monaten hat äthiopische Landwirte ohne Kapital zurückgelassen, was nun zu Versorgungsengpässen und höheren Kosten für städtische Verbraucher in Addis Abeba führt.
Vor sechs Monaten fielen die Zwiebelpreise ab Hof auf 16 Br pro Kilogramm. Dies führte zur Verschuldung der Landwirte und zwang sie dazu, Ernten ungenutzt auf den Feldern stehen zu lassen. Der vorangegangene Preisverfall entzog den Landwirten das notwendige Kapital für den Kauf von Saatgut, Arbeitskräften und Treibstoff. Infolgedessen sehen sich städtische Verbraucher in Addis Abeba nun mit Versorgungsengpässen und steigenden Preisen konfrontiert. Erzeuger wenden sich zunehmend von arbeitsintensiven Gemüsesorten ab und bevorzugen risikoärmere Kulturen wie Mais und Weizen. Dieser Wandel hat das Volumen des in die Lieferkette gelangenden Gemüses stark eingeschränkt.