Premierminister Madbouly prüft Senkung der Nachernteverluste auf dem Obour-Markt

Premierminister Mostafa Madbouly hielt am Samstag ein hochrangiges Treffen auf dem Obour-Großmarkt ab, um die Lebensmittelversorgung, den Marktbetrieb und die staatlichen Maßnahmen zur Preisstabilisierung zu überprüfen. Er betonte, wie zentral die Entwicklung von Großmärkten für die Regulierung der Warenströme und die Sicherung der Preisstabilität ist. Der Gouverneur von Kairo, Ibrahim Saber, stellte fest, dass der Markt die Nachernteverluste auf 3-5% gesenkt und damit jährlich 1,2 Milliarden EGP eingespart hat.

Premierminister Mostafa Madbouly berief am Samstag ein hochrangiges Treffen auf dem Obour-Großmarkt ein, um die Lage bei der Lebensmittelversorgung, den Marktbetrieb und die Regierungsinitiativen zur Preisstabilisierung zu bewerten. Er betonte, dass die Entwicklung und Organisation von Großmärkten entscheidend sei, um Warenströme zu regulieren, Lieferketten zu verbessern und die Preisstabilität aufrechtzuerhalten, und bekräftigte das Engagement der Regierung für Infrastrukturverbesserungen und strengere Vorschriften.

Der Gouverneur von Kairo, Ibrahim Saber, bezeichnete den 1994 gegründeten Obour-Markt als ein wichtiges nationales Projekt, das informelle Märkte ersetzen, Nachernteverluste senken und eine effiziente Verteilung von Gemüse, Obst, Fisch und Getreide in Kairo und den angrenzenden Gouvernoraten sicherstellen soll. Er umfasst rund 300 Feddan mit über 2.000 Geschäften und Lagereinheiten, arbeitet rund um die Uhr und sichert mehr als 100.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze.

Modernisierte Systeme haben die Nachernteverluste von ehemals 50-60% – was etwa 1,2 Milliarden EGP jährlich entspricht – auf 3-5% gesenkt und damit an internationale Standards angepasst. Der Markt liefert tägliche Daten zu Preisen und Handelsvolumina sowie Gesundheits-, Veterinär- und Versorgungsüberwachungen, um die Transparenz zu erhöhen, Spekulationen einzudämmen und die Preise zu stabilisieren.

Saber hob die strategische Rolle des Marktes bei der Erhöhung der Warenverfügbarkeit, der Reduzierung von Zwischenhändlern und der Gewährleistung fairer Verbraucherpreise hervor. Die Infrastruktur umfasst spezielle Handelszonen, Industriegebiete für Sortierung, Verpackung und Lagerung sowie Logistik- und Verwaltungsdienste. Laufende Modernisierungen betreffen Wassernetze, Brandschutzsysteme und interne Straßen.

Vertreter des Marktvorstands versicherten Madbouly eine ausreichende Versorgung mit wichtigen Gütern, insbesondere Obst und Gemüse, während Händler ihre Unterstützung für die staatlichen Bemühungen angesichts globaler Unsicherheiten zusagten. Madbouly bezeichnete Obour als erfolgreiches Modell für die Handelsregulierung und kündigte Pläne zur Nachahmung in anderen Gebieten an, einschließlich der 6th of October City, wobei weitere Großmärkte in der Entwicklung seien. Er betonte, dass durch koordinierte Überwachung durch Ministerien und Behörden eine wettbewerbsfähige Versorgung, faire Preise und strategische Reserven von sechs Monaten bis zu einem Jahr sichergestellt werden müssten, um Engpässe und Monopole zu verhindern.

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